
Der im Jahre 1998 gegründete Internet-Zugangs-
Provider Tiscali vermeldet im zweiten Quartal 2005 einen Zuwachs seiner
DSL-Kunden um 180.000. Damit konnte das Unternehmen die Gesamtzahl seiner DSL-Kunden auf insgesamt 1,38 Millionen steigern. Im Vergleich zum ersten Quartal legte Tiscali somit bei den DSL-Kunden um 15 Prozent zu. Der Umsatz stieg auf 178 Millionen Euro. Den Überschuss vor Steuern, dem Zinsergebnis und den Abschreibungen EBITDA gibt Tiscali für das zweite Quartal 2005 mit rund 19 Millionen Euro an, im zweiten Quartal 2004 lag diese Kennzahl bei 18,1 Millionen Euro.
Insgesamt zählt
Tiscali in Deutschland, Italien, Niederlande, Großbritannien und Tschechien mit Stand März 2005 rund 5,2 Millionen Kunden. Etwa 4 Millionen Kunden verfügen dabei noch über einen Schmalbandzugang. In der Vergangenheit hatte Tiscali noch in wesentlich mehr Ländern Internet-Anschlüsse angeboten, sich jedoch aus den dortigen Märkten zurückgezogen und zuletzt Frankreich als nicht mehr zum Kerngeschäft gehörig erklärt. Danach konnte das Unternehmen Ende März 2005 einen Rückgang des Netto-Verlustes verkünden. Derzeit bietet Tiscali in 16 Ländern Breitband-Internet-Zugänge, E-Mail-Dienste sowie Instant-Messaging an. Ziel des Zugangs-Providers ist es, in den kommenden zwei Jahren die Zahl seiner DSL-Kunden auf mehr als 3,8 Millionen zu verdoppeln.
Tiscali setzt verstärkt auf das Geschäft mit so genannten entbündelten
DSL-Zugängen, von denen das Unternehmen bis Ende März 250.000 geschaltet hatte. Bei der Entbündelung wird die von der Vermittlungsstelle zum Endkunden führende Telekommunikationsleitung, die in vielen Fällen der Telekom gehört, übernommen und kann dann direkt mit dem Netz eines alternativen Betreibers wie Tiscali verbunden werden.
Tiscali Deutschland hatte vor einem Monat angekündigt, in Deutschland in den Aufbau einer eigenen DSL-Infrastruktur zu investieren.
Rubrik: Provider News