T-Online gewann nach eigenen Aussagen von April bis Juni in Deutschland 182.000
DSL-Kunden und baute ihren Kundenstamm damit auf 3,71 Millionen aus. Dennoch lag der Kundenzuwachs deutlich unter den 295.000 Neukunden im ersten Quartal. T-Online hat zwar im zweiten Quartal dank einer steigenden Zahl von
DSL-Tarifkunden den Umsatz steigern können, dennoch schmälerte die große
Werbekampagne deutlich den Gewinn. So verzeichnete das Unternehmen einen Umsatzanstieg von 4,5 Prozent (auf 522 Millionen Euro), der Gewinn vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (Ebitda) brach aber um 29 Prozent auf 92,6 Millionen Euro ein.
Auch im Gesamtjahr machten sich die Effekte noch bemerkbar, bekräftigte T-Online. Der Umsatz werde mit 2,1 (2004: zwei) Milliarden Euro um 400 Millionen geringer ausfallen als ursprünglich geplant. Für den operativen Gewinn (Ebitda) kalkuliert T-Online einen Rückgang auf 285 Millionen von 472 Millionen Euro ein. Die bisher angepeilten 300 Millionen Euro würden wegen der Übernahme des spanischen Netzbetreibers Albura aber verfehlt.
T-Online-Chef Rainer Beaujean kündigte am Mittwoch weitere Maßnahmen an: "Wir werden in Zukunft weiter reagieren." T-Online hatte nach Preissenkungen der Konkurrenz selbst die schnellen Internet-Anschlüsse verbilligt, allerdings erst zu Anfang des dritten Quartals. Bereits im Frühjahr hatten die Vodafone-Tochter Arcor, United Internet sowie die mobilcom-Tochter freenet die
DSL-Tarife erheblich gesenkt und die Tochter der Deutschen Telekom damit unter Druck gesetzt. "Besonders im zweiten Quartal sehen wir im deutschen Markt einen zunehmend harten Preiswettbewerb um Marktanteile", so T-Online Chef Beaujean.
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