Immer mehr DSL-Provider nutzen Telekom-Alternativ-Netzedsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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11.06.2007Immer mehr DSL-Provider nutzen Telekom-Alternativ-Netze Neben der Vodafone-Festnetz-Tochter 'Arcor' zeigen sich fürs Internet-Breitbandgeschäft immer mehr unabhängige Netzbetreiber, die der großen Telekom mit wachsendem Erfolg Konkurrenz machen und dem rosa Riesen immer mehr Festnetzkunden abnehmen. Hierbei werden dem Kunden zumeist "Komplett-Pakete" bestehend aus einem DSL-Anschluss, VoIP-Zugang sowie die notwendigen Flatrates fürs Internet und Telefonie angeboten. Der Vorteil für den Kunden: Er benötigt keinen herkömmlichen Telefon-Anschluss mehr und spart sich in der Regel die lästigen Grundgebühren, die die T-Com (jetzt T-Home) für den Telefonanschluss berechnet hat. Und selbst wenn (wie bei Arcor) ein herkömmlicher Telefonanschluss (ISDN) mit angeboten wird, ist dies für den Kunden immer noch attraktiver, als wenn die T-Com (jetzt T-Home) zwischengeschaltet ist. Die starken Telekom-Konkurrenten auf dem Festnetzmarkt sind Unternehmen wie Arcor, die Telefonica, Versatel und QSC und immer mehr DSL-Provider suchen den Kontakt zu diesen Unternehmen. Diese Netzbetreiber verfügen überwiegend nur in den Ballungszentren über vollständige Netze und so kann sich die Telekom noch glücklich schätzen, dass die Konkurrenz in den ländlichen Regionen wenigstens noch auf Resale-Zugänge (Telefonnetz der Telekom) zurückgreifen muss. Dennoch, die Tendenz ist unverkennbar: Immer mehr DSL-Anbieter wenden sich von der Telekom ab. Im März dieses Jahres beispielsweise hieß es vom Hamburger Internet-Dienstleister HanseNet, man wolle die Zusammenarbeit mit der spanischen Telefonica weiter intensivieren. Hierzu haben beide Unternehmen einen Kooperationsvertrag mit dem Ziel geschlossen, bis Ende des Jahres mindestens 60 Prozent aller deutschen Haushalte mit Breitband-Komplett-Paketen versorgen zu können.
Der auf dem deutschen DSL-Markt relativ neue DSL-Provider, die 'Communication Services TELE2 GmbH', hat eigens für entbündelte DSL-Angebote eine neue Gesellschaft in Kooperation mit dem Kölner Netzbetreiber QSC gegründet, die unter dem Namen 'Plusnet' firmiert und sich vorgenommen hat, bis Ende dieses Jahres mindestens 2000 Hauptverteiler ausgebaut zu haben, um dadurch dann bis zu 50 Prozent aller deutschen Haushalte zu erreichen. Ein herber Schlag gegen die Telekom war dann auch die Bekanntgabe, dass auch United-Internet (im Firmenverbund mit den bekannten DSL-Providern 1und1, GMX oder Web.de) überlegt, sich als Großkunde von der Telekom abzuwenden und einen Kooperationsvertrag für entbündeltes DSL mit der spanischen Telefonica zu schließen. In Fachzeitschriften wie beispielsweise 'Capital' hieß es, dass die Telekom dadurch mit einem Schlag bis zu 2,5 Millionen Festnetzkunden verlieren könnte. Allerdings: Das letzte Wort ist in dieser Angelegenheit noch nicht gesprochen, die United Internet hat sich endgültig noch nicht entschieden. Nicht zu vergessen sind Netzbetreiber, die eigentlich im eigenen Haus bleiben wollen, wie beispielsweise Arcor, deren Mutter Vodafone ebenfalls schon DSL-Produkte im Programm hat, oder auch die Telefonica-Tochter O2-Germany. Und dann wäre da noch der Finanzinvestor Apax, der bereits die beiden Netze von Versatel Deutschland und Tropolys unter dem Namen "Versatel" führt und sein Netz weiter ausbauen möchte. In Medienberichten heißt es, Apax sei an den Stadtnetzbetreibern aus München 'M-Net' sowie der 'NetCologne' aus Köln interessiert. Das Versatel-Netz wird allerdings auch vom Mobilfunk-Service-Provider 'The Phone House' für DSL-Angebote genutzt. Quelle FAZ: DSL-Anbieter wenden sich von der Telekom ab
Rubrik: DSL-Tarif Infos
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