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20.06.2007Telekom-Tarifstreit beendet? Im Rahmen der Umstrukturierung der Deutschen Telekom hatte der Telekom-Chef René Obermann angekündigt, insgesamt 50.000 Beschäftigte aus den Bereichen der ehemaligen Festnetzsparte 'T-Com' sowie aus der Mobilfunksparte 'T-Mobile', in insgesamt drei Service-Gesellschaften ausgliedern zu wollen. Mit dem Wechsel sollten die Mitarbeiter neue Arbeitskonditionen akzeptieren, um dadurch, für die Deutsche Telekom, Einsparungen in Höhe von bis zu 900 Millionen Euro jährlich umsetzen zu können. Angeboten wurden Verträge mit einem betriebsbedingten Kündigungsschutz bis Ende 2009, einer Gehaltskürzung von durchschnittlich 12 Prozent, sowie eine Anhebung der Arbeitszeit von bisher 34 Stunden auf 38 Stunden wöchentlich. Diese Ankündigung hatte unter den Telekom-Mitarbeitern sowie der zuständigen Gewerkschaft 'ver.di' zu erheblichen Missstimmungen geführt und in der Folge gingen seit gut sechs Wochen bis zu 16.000 Telekom-Beschäftigte auf die Straße. Seit fast einer Woche aber zeichnete sich eine Annäherung zwischen den Verhandlungspartnern ab. Um die notwendigen Verhandlungen nicht weiter zu gefährden und um positive Signale für bessere Angebote seitens der Telekom zu signalisieren, ordnete die Gewerkschaft ver.di für das vergangene Wochenende "symbolische" Streikaktionen an, wobei dann am Samstag und am Sonntag weniger als 1000 Beschäftigte als Streikposten entsendet wurden.
Heute hieß es, auch in den anderen strittigen Fragen (Gehaltskürzung + Wochenarbeitszeit) sei nun eine Kompromisslösung gefunden worden. Danach soll das Einkommensniveau um 6,5 Prozent sinken, die Wochenarbeitszeit aber auf 38 Stunden angehoben werden. Die Umsiedelung der Mitarbeiter in den Service-Gesellschaften soll bereits zum 1. Juli dieses Jahres initiiert werden. Die Telekom erwartet mit dieser Maßnahme Kosteneinsparungen von mindestens 500 Millionen Euro jährlich. Am heutigen Nachmittag wird die Große Tarifkommission von ver.di in Köln zusammentreten um über die erzielte Lösung zu beraten. Nächste Woche dann, sollen die ver.di-Mitglieder in einer Urabstimmung zu diesem Ergebnis befragt werden.
Rubrik: Sonstige Meldungen
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