Apple-iPhone - nutzerfeindliche Verkaufsstrategie?dsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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26.06.2007Apple-iPhone - nutzerfeindliche Verkaufsstrategie? Fast zwei Jahre wurde über das erste Handy von Apple spekuliert und jeder Hauch von Gedanke an das erste Handy vom bekannten Computer-Hersteller reichte aus, um eine medienträchtige Schlagzeile zu produzieren. Jede kleinste Information wurde förmlich wie ein Schwamm aufgesogen und dabei spielte es keine Rolle ob es darum ging, ob Apple überhaupt ein Handy produziert, wie es aussehen soll, welche Features es hat, wie der Name lautet, zu welchem Preis das Gerät angeboten wird, welche Vertriebspartner das Handy anbieten und wann endlich die ersten Handys zu haben sind. Zwischenzeitlich sind alle diese Dinge bekannt und man weiß, dass das Apple-iPhone in den USA für 499 bzw. 599 US-Dollar vom Telekommunikationsdienstleister AT&T angeboten wird. Man weiß, dass das Gerät ausschließlich als subventioniertes Gerät nur in Kombination mit einem Mobilfunkvertrag zu haben ist, dass das iPhone einige unverzeihliche Macken haben soll (kein UMTS, kein einzelnes Akku, keine kratzsichere Bedienoberfläche) und man weiß, dass das Gerät nun endlich am 29. Juni 2007 ausgeliefert wird. Apple hat durch die gezielte Streuung von Spekulationen und Informationen einen derart großen Hype auf das Produkt aufgebaut, dass das Gerät bereits Kult ist, bevor es auch nur ein einziger Endverbraucher zu Gesicht bekommen hat. Durch die Tatsache, dass das Apple iPhone auch nur in geringen Stückzahlen auf den Markt kommen sollen, sind sehr viele Endverbraucher zudem derart erwartungsvoll auf das Gerät eingestellt, dass man sogar Zeltstädte vor AT&T-Vertriebspartnern aufbauen will, um eines der begehrten Geräte zu erhaschen. Ein derartiges Verhalten seitens Apple finden die deutschen Verbraucherschützer gar nicht witzig. Patrick von Braunmühl vom Bundesverband der Verbraucherzentralen (vzbv) spricht daher auch von einer nutzerfeindlichen Verkaufsstrategie und warnt davor, das Handy auch in Deutschland nur von einem exklusiven Vertriebspartner anbieten zu lassen. Wörtlich meinte von Braunmühl: "Sollte Apple das Gerät, wie in den USA, auch hierzulande von einem einzigen Mobilfunkkonzern anbieten lassen, so wäre dies für den Endverbraucher sehr ärgerlich und man müsse überlegen, ob ein solches Vorgehen wettbewerbsrechtlich untersucht werden könnte." Auch die kleineren deutschen Mobilfunkfirmen kritisierten das Vorgehen scharf. "Apple spielt hier ein sehr böses Spiel auf dem Rücken der Verbraucher", sagt auch der Geschäftsführer des Branchenverbands VATM, Jürgen Grützner. "Apple spielt die Anbieter untereinander aus. Wenn Apple so weiter macht, werden sie in der Öffentlichkeit genauso unter Druck geraten wie vorher schon Microsoft", meint Grützner weiter. Sollte Apple seine iPhone-Strategie auch in Europa anwenden, müssten die Interessenten des neuen Musik-Handys sich an einen Anbieter binden und dessen womöglich teuereren Tarif akzeptieren. Handy-Nutzer, die bei einem anderen Anbieter unter Vertrag stehen und das iPhone haben möchten, könnten sich womöglich mit ihren derzeitigen Mobilfunk-Providern auf Abstandszahlungen einigen, um nicht bis zum Vertragsende auf das iPhone warten zu müssen.
Rubrik: Handy Modelle
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