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09.07.2007debitel - 'Last-Minute' - 5 Ct./Min. bei 'crash-tarife' Warum sollte man sich im Zeitalter der Börse und der sich ständig wechselnden Kurse nicht auch mal einen Mobilfunk-Tarif ausdenken, der dem Kunden eine ähnlich schnelle Reaktionszeit abverlangt, um ein wirkliches 'Schnäppchen' zu machen? Die Marketing-Strategen von debitel haben sich nun ein entsprechendes Mobilfunk-Postpaid-Angebot ausgedacht, bei dem 'Schnellentschlossene' (wenigstens theoretisch) einen Mobilfunk-Tarif für 5 Cent/Minute buchen können. 'crash Last Minute Handytarife' nennt sich das Portal, hinter dem die debitel AG steckt und unter der Website-Adresse 'www.crash-tarife.de' zu erreichen ist. Ähnlich wie an der Börse oder auch in den großen Bahnhofsvorhallen zeigt sich eine Anzeigetafel mit verschiedenen (Billig-Tarifen), für die man sich entscheiden kann. Dabei zählt eine digitale Uhr 60 Sekunden rückwärts nach unten und die eingeblendeten ersten fünf Tarife zeigen sich innerhalb dieser Zeit als bestellbar und dann als verkauft. Ist die Minute abgelaufen und alle 'Schnäppchen'-Tarife inaktiv, so rücken neue Angebote nach und das 'Spielchen' geht von neuem los.
- 9 Cent/Minute + 13 Cent/SMS oder - 9 Cent/Minute + 17 Cent/SMS oder auch - 13Cent/Minute + 13 Cent/SMS, und zwar in den Mobilfunknetzen der T-Mobile, E-Plus und O2-Germany. Schaut man sich die Tarif-Info-Seite an, so zeigen sich drei verschiedene Tarife, nämlich crash-5: mit 5 Cent/Minute in alle dt. Netze sowie 20 Cent pro SMS crash-9: mit 9 Cent/Minute in alle dt. Netze sowie 17 Cent pro SMS und crash-SMS: mit 13 Cent/Minute in alle dt. Netze sowie 13 Cent pro SMS. Alle Tarife haben eine Taktung von 60/60 Sekunden, alle Tarife verlangen eine monatliche Grundgebühr in Höhe von 2,95 Euro und alle Tarife werden für eine einmalige Gebühr in Höhe von 19,95 Euro freigeschaltet. Während 'crash-5' eine Mindestvertragslaufzeit von sechs Monaten hat, verlangen die beiden übrigen Tarife eine Mindestlaufzeit von zwölf Monaten. Trotz einer einstündigen Beobachtungszeit unserer Redaktion war es nicht möglich, eines der kurzzeitig eingeblendeten 5-Cent-Tarife als buchbar zu erwischen. Hat der potentielle Mobilfunk-Kunde dann 'Glück' und 'erwischt' wirklich einmal einen crash-5-Tarif, so sollte er bei der Nutzung aufpassen: Verursacht der Kunde in einem Monat nämlich mehr als 3000 Gesprächsminuten (entspricht 50 Stunden), dann erhöht sich der Minutenpreis ab der nächsten Rechnung (bis zum Vertragsende!) auf 13 Cent/Minute. Schein und sein: Würde die originelle Animation der Tarif-Einblendungen stimmen, dann würde debitel mit diesem Geschäftsmodell ein wahrlich gutes Geschäft machen können: Während unserer einstündigen Beobachtungszeit haben sich jede Minute mindestens fünf Angebote als verkauft gezeigt. Das wären dann (alleine in dieser frühen Morgenstunde) 300 Verträge. Zählt man 24 Stunden weiter, so wären das 7.200 Verträge. Zählt man ein komplettes Jahr hoch, so hätte die debitle-Tochter insgesamt 2.628.000 Mobilfunkverträge verkauft.
Rubrik: Handy Tarife
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