
Als Apple-Chef Steve Jobs auf der Pressekonferenz in London das kommende iPhone erstmalig für Europa vorstellte wurde er unter anderem gefragt, wie er zu der Tatsache stünde, dass das US-amerikanische iPhone-
Handy zwischenzeitlich von Hackern geknackt wurde und dass bereits offene Hacker-Software im Internet zu finden ist. Trocken und ohne blumige Ausschmückungen meinte er dann nur: "Wissen Sie, dass ist ein ständiges 'Katz und Maus-Spiel'.
Ende September dann kam das erste iPhone-Update 1.1.1 und mit der neuen Firmware auch ein herber Rückschlag für alle iPhone-Besitzer, die das iPhone mittels Hacker-Software entsperrt hatten: "
Die SIM-Karte ist ungültig", hieß es nach dem Update bei vielen Geräten und bei vielen anderen Geräten waren plötzlich Fremdtools nicht mehr aufrufbar, die sich Nutzer in mühevoller Kleinarbeit installiert und konfiguriert hatten.
Ein Sturm der Entrüstung ging nun plötzlich durch die iPhone-Gemeinde und selbst Apple-freundliche Fach- und Massenmedien wie beispielsweise 'Wired', 'Macworld' oder die 'New York Times' schimpfen einhellig über die erneute Verkrüppelung des Kult-Handys. Noch vor dem Start am 29. Juni 2007 urteilte '
David Pogue' von der 'New York Times', "Das iPhone kann Dinge, die noch kein Telefon konnte, und ihm fehlen Dinge, die auch das einfachste Handy hat." Gerade die Schwächen, wie beispielsweise die fehlende
UMTS-Fähigkeit oder ein nicht austauschbarer Akku wurden dem iPhone verziehen und andere Schwächen wie fehlende Features auf der einfachsten Ebene wurden durch Fremdprogramme vom Nutzer ergänzt. Nun das Update und Redakteur 'Brian Lam' schreibt im Technik-Blog 'Gizmodo': "Ich bin fertig mit diesem Gerät, bis darauf wieder Programme von Drittanbietern laufen."
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Die "Katze" Apple hat die Vorlage geliefert und sein Handy durch das Update wieder zum "dummen Ziegelstein" degradiert und nun versuchen die Hacker-'Mäuse', das iPhone wieder zum nutzerfreundlichen Handy zu machen. Zunächst gilt es, das Hacker-Handy wieder aus seinem künstlichen 'Koma' zu befreien und um zu verhindern, dass die manipulierten Handys nicht zum teuren Elektroschrott mutieren.
Am Montag tauchten die ersten Instruktionen auf dem 'iPhone Dev Wiki' auf, einer der führenden Quellen für das iPhone-Tuning. Im Kern geht es derzeit darum, das offizielle Update von Apple aus dem Mobiltelefon zu entfernen und den 'Urzustand' wiederherzustellen. Ein kniffliges Problem ist dabei der so genannte Baseband-Chip, über den die Telefonanrufe getätigt werden. Immerhin scheint es den Hackern inzwischen gelungen zu sein, die teure Schrottschachtel dazu zu bewegen, Musik abzuspielen und über
WLAN im Web zu surfen. Eine weitere Herausforderung liegt nun darin, iPhones mit der aktuellen Firmware (1.1.1) zu knacken.
Urteil der Hacker bis jetzt: Apple hat bei der Verschlüsselung der Daten bessere Arbeit geleistet, als in der ersten Version.
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Rubrik: Handy Modelle