VoIP - Übergangsfrist für Röchel-Ruf sinnvolldsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
06.09.2005VoIP - Übergangsfrist für Röchel-Ruf sinnvoll Nach den Beschwerden des Bundesverbandes der regionalen und Lokalen Telekommunikationsgesellschaften e.V. bezüglich des sogenannten Röchel-Notrufes bei Voice over IP meldet sich Thilo Salmon, Geschäftsführer von Indigo Network zu Wort: Salmon meinte: "Der Plan für die Übergangsfrist zeige, dass der Gesetzgeber die Verbreitung von VoIP nicht noch stärker behindern will." Zuvor hatte der Verband BREKO, bemängelt, dass Anbieter von Sprachdiensten per Voice-over-IP (VoIP) möglicherweise für drei Jahre von der Verpflichtung befreit werden, Notruffunktionalitäten für VoIP-Telefonate sicherzustellen. Laut BREKO, der die Interessen von Telefongesellschaften vertritt, die auf regionaler Ebene leitungsgebundene Telefonie anbieten, findet eine entsprechende Ausnahmebestimmung in einem Gesetz zur Änderung des Telekommunikationsgesetztes (TKG). Dieses sollte am gestrigen Montag im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat behandelt. Der Verband, dessen Mitglieder mit VoIP-Anbietern in Konkurrenz stehen, führt an, dass VoIP-basierte Notrufe nicht zur nächstgelegenen Rettungsleitstelle übermittelt werden und der Standort des Hilfsbedürftigen nicht automatisch ermittelt werden könne. Indigo Network bietet unter Sipgate seinen Kunden VoIP-Dienste an und seit Juli sogar einen bundesweiten VoIP-Notruf. Seit diesem Zeitpunkt können alle Kunden in Deutschland des VoIP-Anbieters klassische Notrufe über ihren Internet-Telefonanschluss absetzen. Kann ein Verletzter bei einem Notruf nicht Name und Anschrift zu nennen, will Sipgate die vom Anschlussinhaber hinterlegten Daten an die nächstgelegene Notrufzentrale übermitteln. Da Sipgate aber nur die hinterlegte Kundenadresse, nicht jedoch der aktuelle Standort des VoIP-Kunden kennt, lässt eine "Röchelruf"-Lösung für herumreisende VoIP-Nutzer damit weiter auf sich warten. Salmon wies darauf hin, dass es dringendere Probleme als die Notrufdebatte zu lösen gebe, etwa die überfällige Entkoppelung des Internet-Zugangs vom Telefonanschluss oder die Verwirklichung eines offenen, beziehungsweise ungefilterten Netzzugangs bei UMTS. Vodafone und E-Plus hatten im Rahmen der IFA angekündigt, bereits jetzt SIP-basierte Sprachübertragung zu verhindern. Dabei hat E-Plus beispielsweise "...in einer einzigen Pressemitteilung die Zusammenarbeit mit Skype auf der einen und die Blockierung von SIP auf der anderen verkündet," kritisierte Salmon. Skype, dessen Geschäftsführer Niklas Zennström weitere Deals mit Mobilfunkanbietern ankündigte, komme als ausländischer Anbieter im Übrigen um mögliche deutsche Notrufregulierungen herum, so Salmon. Auf eine endgültige Entscheidung müssen beide Seiten allerdings noch warten: Der Vermittlungsausschuss des Bundestages vertagte die Entscheidungen zum TKG-Änderungsgesetz bis nach der Bundestagswahl. Rubrik: Voice over IP (VoIP)
Frühere Artikel aus dieser Rubrik:
|
Internet: DSL / ISDN / Breitband:Handy / Mobile Kommunikation:
Ältere News: |