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17.10.2007Vodafone - 'untergeschobene' Zusatzoptionen haben System? Wenn Sie bei dem Düsseldorfer Mobilfunk-Netzbetreiber 'Vodafone' unter Vertrag sind, dann sollten Sie sich den Vertrag vielleicht einmal etwas genauer anschauen. Vielleicht entdecken Sie dort Optionen, die Sie gar nicht kennen und deswegen auch nicht nutzen, für die Sie aber bezahlen, obwohl Sie diese nicht gebucht haben. Das Nachrichten-Magazin 'FOCUS' beschreibt nämlich in einem Artikel 'Machenschaften' von Vodafone-Vertriebsmitarbeiter, die zu mindestens den Verdacht zulassen, dass dem Kunden in bestimmten Konstellationen >>bewusst<< Zusatzoptionen untergeschoben werden. Das Nachrichten-Magazin zitiert zur Untermauerung seiner Vermutung aus einer E-Mail eines Vertriebsbeauftragten in der Vodafone-Niederlassung Ratingen. Hier soll es heißen: "... Weisen Sie bitte Ihre Mitarbeiter an, dass die '... heute noch ...' acht 'Talk24' schalten müssen, egal wie, es geht um eine Menge Geld für Sie ...". Zudem frage er in der E-Mail nach, wie viele 'echte' Talk24-Optionen 'gestern' über das Warenwirtschaftssystem gebucht worden seien.
Jeder, der die Vertriebsstrukturen von Verkäufern kennt, weiß auch um die Zielvorgaben der Konzerne, egal um welches Produkt oder welcher Dienstleistung es sich handelt. Die erreichten Verkaufszahlen eines Vertriebsmitarbeiters werden regelmäßig um einen bestimmten Prozentsatz erhöht und zum Anreiz zur Erreichung der Zahlen gibt es 'lukrative' Bonus-Prämien. So geht es dann "... um viel Geld ..." und die Ziele sind zu erreichen "... egal wie ...". Auf FOCUS-Nachfrage zeige sich Vodafone-Vertriebschef 'Gerhard Mayrhofer' auch wenig überrascht, wenn er auch die Unterstützung einer solchen Praxis dementiert. Unregelmäßigkeiten würden nicht toleriert, man setze auf eine gute Vertriebsqualität. Trotzdem stünden Vertriebler durch den weitgehend gesättigten Markt natürlich unter Druck, dem mancher Mitarbeiter nicht gewachsen sei. Man hätte sich auch in der Vergangenheit bereits von Partnern getrennt, die qualitativ nicht zufrieden stellend gearbeitet haben und auch der Ratinger Vertriebsmitarbeiter sei inzwischen mit anderen Aufgaben betraut worden. Vodafone ist allerdings nicht das einzige Unternehmen, in dem sich die Vertriebsmitarbeiter mit einem ständig wachsenden Vertriebsdruck konfrontiert sehen. So standen beispielsweise in der Vergangenheit auch Unternehmen wie Tele2, Arcor oder auch die Deutsche Telekom bereits im Focus entsprechender Kritik.
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