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18.10.2007iPhone - Apple kündigt Entwicklerplattform an
Gestern bekundete Apple über seine Website die Absicht, eine Plattform mit einem "Software Development Kit (SDK) für das iPhone und den iPod-Touch einzurichten, um eine "lebhafte Entwickler-Community" für Fremdprogramme aufzubauen. Es heißt, das SDK werde allerdings erst im Februar nächsten Jahres erhältlich sein, weil sich das Unternehmen einerseits vor missbräuchlichen Anwendungen wie Viren oder Trojaner schützen müsse, andererseits auch die Privatsphäre der Anwender gesichert bleiben soll. Schauen Sie doch auch mal nach einem UMTS-Tarif !
Bis dahin hatten Experten und auch Marktbeobachter bezweifelt, dass Apple sich in absehbarer Zeit hinsichtlich möglicher Fremdprogramme öffnen wird, doch die aktuelle Marktsituation beim iPhone-Handy hat das Unternehmen jetzt scheinbar zum Umdenken veranlasst. Das ursprüngliche Vertriebskonzept für das iPhone beruhte auf der Basis, dass das Handy lediglich exklusiv von Mobilfunkunternehmen vertrieben werden sollte, ohne das Gerät für andere Mobilfunkanbieter zu öffnen. Dieses Konzept hätte aber bedeutet, dass Apple das iPhone in wichtigen Absatzmärkten wie beispielsweise Frankreich oder Skandinavien nicht hätte vertreiben können. Dort müssen Mobilfunkanbieter nämlich auch Geräte ohne SIM-LOCK-Sperre zur Verfügung stellen. So wurde erst gestern bekannt, dass Apple jetzt auch einen Vermarktungsvertrag mit dem französischen Mobilfunkanbieter 'Orange' (Tochter der France-Telecom) abgeschlossen hat und Apple dort das Konzept des geschlossenen Handys gar nicht halten kann. Eine gesetzliche Regelung in Frankreich besagt nämlich, dass Handy-Besitzer von ihren Providern verlangen können, das Mobilfunktelefon gegen eine Service-Gebühr zu entsperren, wobei die Entsperrung nach spätestens sechs Monaten Vertragslaufzeit sogar kostenlos durchgeführt werden muss. Damit ist eine dauerhafte SIM-Lock-Sperre in anderen Ländern, wie beispielsweise Deutschland gar nicht mehr zu realisieren sein.
Rubrik: Sonstige Meldungen
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