E-Plus - 'Auslagerung' des eigenen Netzes ein voller Erfolgdsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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19.10.2007E-Plus - 'Auslagerung' des eigenen Netzes ein voller Erfolg Als der deutsche Mobilfunk-Netzbetreiber E-Plus im Mai 2006 mit Michael Krammer einen neuen Chef bekam, änderte sich schlagartig auch die Politik des Unternehmens: Krammer war angetreten, um die Rentabilität des Unternehmens merklich zu erhöhen, mehr Kunden zu gewinnen und alle Projekte abzustoßen, die nur Kosten und wenig Gewinn versprechen. Auf 'technische Abenteuer' wollte sich der neue Chef nicht mehr einlassen. "Innovationen sollen andere einführen", meinte Kramer und weiter: "E-Plus wird erst folgen, sobald die Nachfrage ausreichende Margen garantieren." Gemeint waren damit vor allem die Datendienste 'EDGE' im GSM-Netz und HSDPA im UMTS-Netz. Selbst Geschäftskunden sollten keine Sonderstellung mehr bekommen, Krammer meinte: "Auch den Firmenkunden werden keine Sonderwünsche mehr erfüllt." "Pflicht statt Kür" hieß die Devise des neuen Chefs. Krammer wollte weg von der ausgegebenen Strategie seines Vorgängers Uwe Bergheim, der auf Luxus und Images statt Preis setzte. Fortan wurden vor allem Billig-Produkte auf den Markt geworfen wie beispielsweise simyo, BASE oder Ay Yildiz. Krammer hatte aber noch ein weiteres Sparkonzept im Ärmel, nämlich die Auslagerung des eigenen Netzes an einen Netzausrüster. "Outsorcing" hieß die Devise und im März 2007 wurde das E-Plus-Netz an den Netzausrüster 'Alcatel-Lucent' weitergegeben.
Nun, acht Monate nach der Übernahme, verlängerte E-Plus den Service-Vertrag mit Alcatel-Lucent um weitere zwei, auf insgesamt fünf Jahre. Ausschlaggebend seien der erfolgreiche Verlauf der Kooperation und die Steigerung der Netzqualität gewesen, meinte Technik-Chef von E-Plus, Elmar Grasser. Grasser zeigte sich überzeugt, dass künftig auch andere Betreiber diesen Weg einschlagen werden, um Kosten zu sparen. Die Auslagerung eröffne den Betreibern eine Möglichkeit, die Kosten drastisch nach unten zu bringen. "Die Fokussierung bringt beide Unternehmen richtig weiter", meint Alcatel-Lucent-Geschäftsführer Christian Brückner. Mit 18.000 Funkstationen kommt E-Plus bundesweit auf eine Flächen- und Bevölkerungsabdeckung von 98 Prozent beziehungsweise 99 Prozent. Jährlich investieren die Düsseldorfer einen dreistelligen Millionenbetrag in ihr Mobilfunknetz. Zur Höhe der Einsparungen wollte Grasser sich nicht äußern. Er verwies lediglich auf die Entwicklung der Marge bei den Ergebnissen vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen, die von rund 20 Prozent, Anfang 2005, bis heute auf gut 40 Prozent gestiegen sind. "Die Netzwert-Outsorucing habe dazu seinen Beitrag geleistet", meinte Grasser.
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