
Kurz nachdem der US-amerikanische
Handy-Hersteller Apple am 29. Juni 2007 sein erstes Handy auf den Markt gebracht hatte, kamen bereits die ersten Meldungen über vorhandene Sicherheitslücken im System. So meldeten beispielsweise die Sicherheitsspezialisten von SPI Labs nur drei Wochen nach dem Start eine gravierende Sicherheitslücke im integrierten Safari-Browser. Es hieß, Angreifer können ein fremdes iPhone Handy übernehmen, ausspähen oder über eine Endlosschleife Kosten für eine 900er Nummer produzieren.
In einem 'Wired News' - Artikel heißt es jetzt vom Sicherheitsspezialisten 'Dan Geer', die Apple-Programmierer hätten aus der Vergangenheit nichts gelernt. "Scheinbar seinen Programmierer dazu verdammt, Fehler zu wiederholen."
Gemeint ist ein schwerwiegendes Grundsatzproblem, mit das sich auch Microsoft bereits jahrelang herumschlagen musste, nämlich die Tatsache, dass alle Dienste unter "root" (Administrator-Rechte) laufen und somit jedem Hacker alle Möglichkeiten bieten, wenn erst einmal eine Sicherheitslücke gefunden ist. Dieses Problem zeigte sich bereits 1999 im Windows Betriebssystem und erst mit der Einführung von Windows Vista (2007) hat Microsoft diese Lücke schließen können.
"Apple hätte es besser wissen müssen", meinte Geer weiter. "Gerade die Zuweisung von administrativen Rechten ist eines der größten Sicherheitslücken. Ich schätze, Apple hat die Lektionen [...von den Microsoft-Problemen...] nicht gelernt und wird es nun auf die harte Tour lernen müssen."
"Solange alles unter 'Administrator' läuft wird es Bugs geben und die Leute werden diese auch finden" meinte auch der Sicherheitsexperte Charlie Miller, von Independent Security Evaluators. "Man muss die Firmware gänzlich ersetzen, denn einfache Updates werden keine Abhilfe schaffen", meint Miller weiter. (Miller ist einer der drei Entdecker des ersten Bugs - unter Safari - auf dem Apple-iPhone).
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Rubrik: Sonstige Meldungen