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05.11.2007iPhone-Sperre provoziert immer mehr Fremdtools Seit Start des Apple-iPhone-Handys am 29. Juni dieses Jahres versucht der US-amerikanische Hersteller, sein Handy vor Zugriff und Nutzung von Fremdnutzern und Fremdprogrammen zu schützen. Potentielle Besitzer und Nutzer des iPhone-Handys haben grundsätzlich einen Kaufpreis von mindestens 399 US-Dollar zu zahlen und grundsätzlich einen Mobilfunkvertrag des Anbieters AT&T für mindestens 50 US-Dollar (und mehr) zu akzeptieren. Gerade aber die konsequente Sperrung des Unternehmens gegen eine Öffnung (auch für Fremdprogramme) hat von Anbeginn hunderte von Computer- und Software-Spezialisten provoziert, das Handy zu entsperren und neue Tools für Anwendungen zu schreiben, die das iPhone nicht mit anbietet. Dauerte es nach dem Start des Handys noch gut drei Wochen, bis die ersten Hacker die Entsperrung des iPhones bekannt gaben, das Prozedere der Entsperrung aber noch relativ umständlich war, so gab es kurz nach dem ersten iPhone-Update (1.1.1) von verschiedenen Anbietern (Beispiel 'AppSnapp' oder 'iNdependence') freie Software-Angebote, die den Schreibschutz des Handys relativ einfach aushebeln und die Installation von Fremd-Applikationen ermöglichen. Anfang Oktober dieses Jahres stellte Apple nach Bekanntgabe seiner Quartalszahlen für das dritte Quartal 2007 fest, dass sich bereits eine Differenz von 280.000 iPhones aufgetan hat zwischen Geräten, die von Apple verkauft wurden und die, die beim Exklusivvermarkter AT&T >>nicht<< freigeschaltet sind. Die Fachwelt, aber auch Apple selbst spricht von einer Zahl von mindestens 250.000 Geräten, die als gehackte Geräte über andere Mobilfunk-Anbieter genutzt werden. Die Apple-Reaktion: Ab sofort gilt die Devise, es dürfen pro Person lediglich nur noch zwei Geräte ausgegeben werden und eine Barzahlung ist grundsätzlich ausgeschlossen. Damit will Apple den unkontrollierten Verkauf des Gerätes unterbinden und seine "Kunden zwingen", bei der schmalen "Apple-Stange" zu bleiben.
Mit den neuen Tools ist es sogar möglich, versehentlich upgedatete iPhones wieder zum Laufen zu bringen. So genannte "Virginizer" versetzten iPhones wieder in Ihren Ursprungszustand und gaukeln iTunes ein frisch erworbenes Gerät vor, das sich wieder aktivieren und hacken lässt. Schon vor dem Erscheinen dieser frei erhältlichen Tools konnte der Anbieter des Bezahl-Programms iPhoneSIMFree auf Firmware 1.1.1 aktualisierte iPhones wieder entsperren. Zwischenzeitlich, so heißt es, seien mittlerweile sehr vielfältige Fremdprogramme auf den Markt; sie reichen vom Instant Massenger über Spiele bis hin zu Versionen von Skriptsprachen wie Perl oder Python und fast täglich kommen neue iPhone-(Fremd)-Funktionen hinzu.
Rubrik: Handy Modelle
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