
Im Oktober dieses Jahres teilte das Bundesinnenministerium mit, dass die so genannte "
ServiceLine 115" (einheitliche Behördenrufnummer) voraussichtlich im Jahr 2008 in einigen Modellregionen getestet werden soll. Seinerzeit wurden die Länder Berlin, Hamburg oder das Rhein-Main-Gebiet als mögliche Testregionen genannt.
Nun meldet die
Berliner Morgenpost in ihrer Online-Ausgabe, Berlin hat als bundesweite Modellregion eine "tragende Rolle" bei der Vorbereitung der einheitlichen Behördeneinwahl-Nummer "115" übernommen. Mitte 2008 soll die Nummer in der Hauptstadt erstmals freigeschaltet werden und dem Bürger staatliche Dienstleistungen aus einer Hand bieten.
"Die Vision ist", so die Berliner Morgenpost, "eine neue Beziehung zwischen dem Staat und seinen Kunden aufzubauen". Zukünftig sollen die Bürger alle Dienstleistungen über einen einzigen Kontakt in Anspruch nehmen können. So können sie zukünftig beispielsweise über die 115 Missstände wie Schlaglöcher melden, Anträge ausfüllen, Informationen abrufen, Urkunden bestellen oder stets nachvollziehen, wo im Verwaltungsapparat sich ihr Vorgang gerade befindet.
Noch im März dieses Jahres hatte der Leiter des Forschungsprojektes vom Fraunhofer Institut für offene Kommunikationssysteme (Fokus) 'Radu Popescu-Zeletin' sich über mangelnde Kooperationsbereitschaft mit den Staatsdienern beschwert, doch nun sei die Voraussetzung und Zusammenarbeit hervorragend. "Seit März ist die Zusammenarbeit sehr eng geworden", heißt es in dem Artikel.
Neben der komplexen Technik, die hinter dem System steht, sei es notwendig, auch völlig neue, an den Wünschen der Kunden orientierte, Arbeitsabläufe in den Behörden zu schaffen. "Es nutzt nichts, wenn sie vorne goldene Telefone haben und hinten Steinzeit", sagt Hans-Joachim Baatz, Projektleiter vom IT-Dienstleistungszentrum (ITDZ), eine Anstalt öffentlichen Rechts. Das ITDZ hatte in Berlin in den vergangenen Jahren unter der Nummer 900 bereits ein "Berlin-Telefon" aufgebaut, das schon vieles kann, was die 115 zukünftig für das ganze Land leisten soll.
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Rubrik: Sonstige Meldungen