
Können Sie sich noch an Meldungen erinnern, als die Deutsche Telekom die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 nutzen wollte, um ihr "IPTV" Konzept auf den Weg zu bringen und zum Durchbruch zu verhelfen? Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 kam, doch IPTV mutierte zum Papiertiger, weil weder die notwendige Technik (Hochgeschwindigkeitsnetze) ausgereift war, noch die notwendigen
Tarife angeboten werden konnten und zudem noch rechtliche Fragen geklärt werden mussten.
Ähnlich kann es jetzt auch mit dem
Handy-Fernsehen passieren, und zwar mit im '
DVB-H'-Standard: Am
16. Oktober dieses Jahres hatten die Landesmedienanstalten entschieden, dass ein Konsortium um die Verlagshäuser 'Hubert Burda Media' und 'Georg von Holtzbrinck' sowie den
DMB-Portalbetreiber 'Mobiles Fernsehen Deutschland' (MFD), die neue Plattform für 'Mobil-TV' im '
DVB-H'-Standard betreiben soll. Dieses Konsortium hatte eigens für die Ausschreibung um das neue Handy-TV-Portal das Gemeinschaftsunternehmen 'Mobile 3.0' gegründet und kurz nach der Vergabe hieß es, man wolle die Fußball-Europameisterschaft 2008 nutzen, um der Technik zum Durchbruch zu verhelfen.
Nun aber zeichnet sich ab, dass die Fußball-Europameisterschaft 2008 wohl noch nicht über die deutschen Handys flimmern wird, wenigstens nicht im DVB-H-Standard und wieder stehen bürokratische Fragen einer unbürokratischen Umsetzung im Wege.
Bis zum 9. November 2007 sollte die Mobile 3.0 den Landesmedienanstalten einen Vorschlag für die Belegung der nutzbaren Kapazitäten für Fernsehen (darunter ein regionales Angebot) sowie für Hörfunk (insgesamt 4 Programme) vorlegen, doch bislang ist die Mobile 3.0 dieser Forderung nicht nachkommen. Es heißt, es seien "ungeklärte Rechteverhältnisse" auf Seiten der Veranstalter und die noch ausstehende Einbindung des Programmangebots des öffentlich-rechtlichen Rundfunks in ein wirtschaftlich tragfähiges Gesamtkonzept, ursächlich für die Verzögerungen.
Die Folge: Die Landesmedienanstalten konnten in der jüngsten Gesamtkonferenz noch keine "Empfehlungsentscheidung" für die Mobile 3.0 treffen. Die Mobile 3.0 hat nun bis zum Ende des Jahres eine Nachfrist erhalten, um die noch fehlenden Unterlagen vorzulegen. Sollten bis dahin die Unterlagen nicht vorliegen, so würde " die Grundlage für ein erfolgreiches Pilotprojekt mit der Mobile 3.0 wohl entfallen ", heißt es aus dem Gremium.
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Rubrik: Sonstige Meldungen