
Der ehemalige Telekom-Mitarbeiter (T-Systems) und langjährige Chef des Mobilfunk-Netzbetreibers O2-Germany aus München, Rudolf Gröger, hat sich einer neuen Herausforderung gestellt: Rudolf Gröger soll ab sofort als Präsident des Plattformbetreibers "Mobile 3.0", die Entwicklung und Etablierung des mobilen Fernsehens in Deutschland vorantreiben.
Mobile 3.0 ist ein Gemeinschaftsunternehmen um die Verlagshäuser 'Hubert Burda Media' und 'Georg von Holtzbrinck' sowie den
DMB-Portalbetreiber 'Mobiles Fernsehen Deutschland' (MFD), das eigens für die Ausschreibung um ein neues
Handy-TV-Portal gegründet wurde und Dienste im
DVB-H-Standard anbieten soll. Mobile 3.0 hatte sich unter anderem gegen ein Gemeinschaftsprojekt der T-Mobile, Vodafone und O2-Germany durchsetzen können und von den Landesmedienanstalten eine grundsätzliche Betreibererlaubnis erhalten. Die Mobile 3.0 allerdings "spielt mit ihrem Glück"; sie hat es versäumt, den Landesmedienanstalten bis zum 09.11.2007 einen Vorschlag für die Belegung der nutzbaren Kapazitäten für Fernsehen (darunter ein regionales Angebot) sowie für Hörfunk (insgesamt 4 Programme) vorzulegen. Die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten hat der Mobile 3.0 nun eine Nachfrist bis zum 31.12.07 eingeräumt und signalisiert, dass eine "Empfehlungsentscheidung" für die Mobile 3.0 nicht erteilt wird, wenn die Unterlagen bis zum genannten Termin nicht vollständig eingereicht sind.
Rudolf Gröger hatte lange die Geschicke des Mobilfunk-Netzbetreibers O2-Germany geleitet, war allerdings an seiner Strategie gescheitert und wurde im Juni dieses Jahres von dem ehemaligen Chef des O2 Czech Republic 'Jaime Smith' abgelöst. Gröger wollte mit O2 nicht von der Strategie einer "Nobelmarke" herunter mit der Folge, dass das Unternehmen den Einstieg in das Geschäft mit Handy-Flatrates sowie Mobilfunk-Discounter-Marken fast verpasst hätte und seit Anfang dieses Jahres (erstmalig in der Geschichte des Unternehmens) Umsatzrückgänge verzeichnen musste.
Initiator der Gröger-Ablösung war die Muttergesellschaft 'Telefonica' aus Spanien. Gröger sollte Smith für eine bestimmte Zeit noch beratend zur Seite stehen und damit Gröger nicht gänzlich ohne Beschäftigung ist, hatte man ihm den Vorsitz der neu geschaffenen 'Supervisory Committee' übertragen.
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