
Nachdem aus den großen und klobigen Mobilfunk-Telefonen aus den Anfang der 1990er Jahren die kleinen handlichen Handys (ab Mitte der 1990er Jahre) wurden, beschäftigen sich Ärzte, Wissenschaftler aber auch die Endverbraucher mit der Frage: Inwieweit schädigen die Mobilfunkstrahlen die Gesundheit von Menschen.
Unzählige Tests, Versuche und Langzeituntersuchungen hat es seither weltweit gegeben, aber ein wirklich überzeugendes Ergebnis konnte bisher niemand nachprüfbar vorlegen. Einerseits wollen Langzeittests erwiesen haben, dass sich Mobilfunkstrahlen in keiner Weise negativ auf den Gesundheitszustand eines Menschen auswirken, andererseits sollen Pflanzen ihr Wachstum unter Mobilfunkstrahlen eingeschränkt haben. Einerseits flüchten über 50 Menschen (einschließlich Pastor) aus dem Örtchen Oberammergau vor den Strahlen, andererseits melden Wissenschaftler, dass getestete Mitarbeiter ihres Instituts übersensibel reagierten, nur weil sie annahmen, sie wären einer Strahlung ausgesetzt gewesen.
Die jüngste Hiobsbotschaft für Bedenkenträger der Mobilfunktechnik kommt jetzt aus Israel. Die Zeitschrift "American Journal of Epidemiology" meldet, dass der Wissenschaftler Dr. Sigal Sadetzki et al. vom medizinischen Chaim Sheba Medical Center in Ramat Gan, ein um 50 Prozent erhöhtes Risiko für Speicheldrüsenkrebs gemessen haben will, wenn der
Handy-Nutzer seinem Ohr nur 22 Stunden im Monat eine Mobilfunkstrahlung aussetzt. Das Risiko soll sogar noch steigen, wenn der Nutzer das Handy immer nur an dasselbe Ohr hält.
Warum die Strahlen gerade für ein erhöhtes Risiko von Speicheldrüsenkrebs und nicht für andere Krebsarten verantwortlich sein sollen, wird im Artikel nicht beantwortet. Das nun veröffentlichte Ergebnis beruht auf einer Untersuchung aus der Zeit zwischen 2001 und 2003 mit 460 Versuchspersonen, von denen 402 Personen gutartige Geschwüre und 58 Personen bösartige Geschwüre hatten.
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Rubrik: Sonstige Meldungen