O2-UK – Durch das iPhone kommt das Datengeschäft in Gang
Aus einem Bericht der britischen Wirtschaftszeitung ‘Financial Times’ ist zu entnehmen, dass der iPhone-Exklusivvermarkter in Großbritannien, die O2-UK eine für sie positive Bilanz aus den bisher verkauften Apple-iPhone-Handys gezogen hat. Ohne konkrete Verkaufszahlen zu nennen, heißt es vom O2-Chef Matthew Key, er erwarte bis Ende Januar 2008, dass das Unternehmen gut 200.000 iPhones verkauft haben wird.
O2-UK ist, wie auch die deutsche T-Mobile, am 09.November 2007 mit dem iPhone-Handy gestartet. Geht man davon aus, dass die O2 in den ersten zwei Verkaufstagen gut 15.000 iPhones verkauft hat, so würden sich bis Ende Januar 2008, an regulären Tagen, bzw. in zwölf Wochen insgesamt 185.000 iPhones verkaufen. Umgerechnet auf 26 Werktage pro Monat entspräche das ein iPhone-Verkauf von noch nicht einmal 600 Stück pro Tag und somit ähnlich schlecht wie in Deutschland (T-Mobile-Kenner und Insider sprechen von 800 verkauften iPhones in Deutschland pro Tag).
Dennoch gab es von Matthew Key interessante Informationen rund um das iPhone. Key meinte, durch das iPhone würden sehr viele Mobilfunkkunden von der Konkurrenz zu O2 wechseln, genau genommen würde O2 gut 60 Prozent (iPhone) Neukunden unter Vertrag nehmen. Key zeigte sich in diesem Zusammenhang zuversichtlich, dass O2 auch exklusiver Vertriebspartner der zweiten iPhone-Generation werden wird. Bisher sind die derzeitigen iPhones lediglich für GSM-EDGE ausgestattet, mit der nächsten iPhone-Generation soll der Nutzer dann auch über UMTS ins mobile Internet können.
Nach den bisherigen Erkenntnissen bringt das Apple-iPhone-Handy auch das mobile Datengeschäft in Gang, denn seit Einführung wäre die Nutzung von Datendiensten massiv angestiegen. Es heißt, mindestens 60 Prozent aller iPhone-Nutzer würden monatlich mehr als 25 Megabyte an Daten transferieren; ein derartig hohes Volumen gäbe es unter den übrigen Nutzern nur bei gut 1,8 Prozent der Kunden.
Trotz der Apple-Umsatzbeteiligung (die Szene spricht allgemein von 30 Prozent), sieht Key das Geschäft mit dem iPhone als profitabel an. Er meint, durch die höhere Datenabfrage werden sich in Zukunft neue Geschäftsfelder öffnen, beispielsweise die Möglichkeit, mit Werbung eine neue Einnahmequelle zu erschließen.
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