iPhone 2.0 - 'verpasste Chance' oder 'Marktführer'?

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31.12.2007

Handy Modelle

iPhone 2.0 - 'verpasste Chance' oder 'Marktführer'?

iPhone 2.0 - 'verpasste Chanche' oder 'Marktführer'?Wohl jeder, der sich mit Mobilfunk-Telefonen etwas mehr auseinandersetzt wird das Apple-iPhone-Handy kennen. Er wird wissen, dass das erste Apple-Handy am 29.Juni 2007 an den Start ging, innerhalb von nur 76 Tagen bereits über eine Million Mal verkauft wurde und schon zum Kult-Handy erkoren war, bevor der Endverbraucher das Gerät überhaupt in den Händen hielt.

Apple hatte mit einer genialen Marketing-Strategie die Nachfrage um ein Handy bereits gepusht, bevor es überhaupt auf den Markt zu kaufen gab. Allen Unken-Rufen der Konkurrenz zum Trotz präsentierte Apple dann ein Gerät, das sowohl in der Handhabung als auch vom Aussehen schnell einen Kultstatus erlangte und selbst namhafte Handy-Hersteller dazu animierte, dieses Konzept zu kopieren. Und noch eines schaffte Apple, dass es bis dahin noch nie gegeben hatte: Das US-amerikanische Unternehmen diktierte den Mobilfunk-Unternehmen die Vertriebskonditionen für das Gerät und nicht (wie bisher) umgekehrt. Hierbei zollte Apple den Partnern nicht nur den vollen Ladenendpreis ab, sondern auch bis zu 30 Prozent der Umsatzeinnahmen aus den laufenden Mobilfunkverträgen.

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Trotz des stabilen Handys mit seinen innovativen Anwendungen, gab es doch herbe Kritiken und Schwächen am iPhone, die für ein Handy dieser Preisklasse eigentlich unverzeihlich sind: So ist das iPhone der ersten Generation lediglich für GSM-EDGE ausgelegt (Transferraten bis 200 KBit/s), obwohl es eigentlich für Musik-Downloads und E-Mail-Datentransfers führend sein sollte; UMTS-fähig ist bisher kein Gerät. Schlimmer noch: Das iPhone besitzt eine integrierte Batterie die nicht ausgewechselt werden kann. Da das Gerät permanent die Verbindung zum Internet sucht, kann der Nutzer niemals sicher sein, ob der Akku bei wichtigen Gesprächen nicht gerade seinen Dienst versagt. Außerdem fehlen teilweise die einfachsten Anwendungen und dem Nutzer ist es nicht möglich, das Gerät mit Fremdtools nach seinen Bedürfnissen zu konfigurieren.

-DAS- alles soll sich aber mit der nächsten iPhone-Generation ändern, hatte Apple-Chef Steve Jobs bereits signalisiert. Für die Entwicklung neuer Software-Tools soll eine eigene Plattform geschaffen werden und als sicher gilt, dass das iPhone der nächsten Generation auch UMTS-fähig ist, bzw. über eine leistungsstärkere Energiezelle verfügt.

Inwieweit Apple die unglaubliche Nachfrage für das iPhone der nächsten Generation wiederholen aber kann, bleibt die Frage. Zwischenzeitlich hat die Konkurrenz Produkte geschaffen, die weit mehr können als das iPhone und es ist zu befürchten, dass Apple ein Gerät präsentiert, deren Features andere Handys bereits besitzen. Außerdem hat sich gezeigt, dass die Kunden im "alten Europa" ganz anders auf das Kult-Handy reagieren als in den USA. So stehen die Verbraucher in Großbritannien, Deutschland oder Frankreich dem iPhone sehr kritisch gegenüber und die Nachfrage ist entsprechend gering.

Handy-Hersteller wie Nokia oder Samsung stehen bereits mit neuen Produkten in den Startlöchern und sind nicht gewillt, sich die sprichwörtliche Butter vom Brot abnehmen zu lassen. Für den Erfolg der Apple-Konkurrenz spricht zudem die jahrelang gewachsene Kontinuität der Produkte, die weltweite Vertriebsstruktur und (im Verhältnis zum iPhone) der niedrige Ladenendpreis der Geräte sowie die vielfältige Nutzung der Geräte über alle Mobilfunkprovider.


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