
Mitte Oktober 2007 hatte die Gesamtkonferenz der Landesmedienanstalten beschlossen, einem Konsortium um die Verlagshäuser 'Hubert Burda Media' und 'Georg von Holtzbrinck' sowie den
DMB-Portalbetreiber 'Mobiles Fernsehen Deutschland' (MFD), als Betreiber für das mobile Fernsehen (
Handy-TV) über den
DVB-H-Standard zu empfehlen. Dieses Konsortium hatte eigens für die Bewerbung als Betreiber einer Plattform, das Unternehmen 'Mobile 3.0' gegründet.
Die Landesmedienanstalten hatten der Mobile 3.0 den Auftrag gegeben, bis zum 09.November 2007 einen Vorschlag über die Belegung der nutzbaren Kapazitäten für Fernsehen und Hörfunk vorzulegen; die Mobile 3.0 hatte diesen Termin allerdings nicht eingehalten. Als Grund nannte die Mobile 3.0: einerseits bestünden noch ungeklärte Rechteverhältnisse auf Seiten der Veranstalter, andererseits fehle noch ein wirtschaftliches Gesamtkonzept auf Seiten des öffentlich rechtlichen Rundfunks. Die Landesmedienanstalten reagierten daraufhin verärgert, setzten eine Nachfrist bis zum 31.12.07, signalisierten allerdings auch, dass dieser Termin für die Mobile 3.0 wohl die letzte Chance ist, eine Empfehlung für ein Pilotprojekt zu erhalten.
Die Mobile 3.0 hatte dann einen sehr namhaften Vertreter aus dem Mobilfunkbereich verpflichten können, nämlich den ehemaligen Chef der O2-Germany, Rudolf Gröger, der die Geschicke des jungen Unternehmens verantwortlich leiten soll. Außerdem wurde Michael Tenbusch zum kommissarischen Geschäftsführer ernannt (Tenbusch ist derzeit noch Geschäftsführer von Burda Broadcast).
Pünktlich zum vorgegebenen Termin meldete das Team um Gröger und Tenbusch nun, "... man habe seine Hausaufgaben gemacht und einen überarbeiteten Vorschlag zur Programmbelegung eingereicht ..." Man sehe nun einer positiven Entscheidung mit voller Zuversicht entgegen, so Gröger in seiner Stellungnahme. Nach dem 09.November 07 wurde allerdings auch schon bekannt, dass das Unternehmen zwischenzeitlich mit den öffentlich rechtlichen Sendern ARD und ZDF, Verträge über die unverschlüsselte Versorgung von Programmen vereinbart hat, sowie mit der RTL-Group und der Mediengemeinschaft ProSiebenSat.1 weitere Versorgungsverträge abschließen konnte.
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Rubrik: Alternative Zugänge