Versatel – sechs Niederlassungen werden geschlossen
In Anbetracht des harten Wettbewerbes auf dem deutschen DSL-Markt will der unabhängige Festnetzbetreiber und DSL-Zugangs-Anbieter "Versatel" umfangreiche Restrukturierungsmaßnahmen durchführen, wobei mindestens 200 Arbeitnehmer ihren Job verlieren werden. Ziel der Restrukturierung sei es, kurzfristig bis zu 30 Millionen Euro im Jahr einzusparen und gleichzeitig die Position am deutschen DSL-Markt zu stärken, hieß es gestern aus der Konzernzentrale.
Nach den Planungen des Carriers sollen bestimmte Aufgaben in der Düsseldorfer Konzernzentrale gebündelt werden, einige Niederlassungen werden komplett geschlossen, andere Niederlassungen erhalten neue Zuständigkeitsbereiche. "Wir befinden uns in einem anhaltend schwierigen Marktumfeld", begründet Vorstandschef Peer Knauer die Maßnahmen.
Es sei geplant, bis zum Jahre 2010 insgesamt sechs Niederlassungen komplett zu schließen, so Knauer weiter. Von der Schließung betroffen seien die Präsenzen in München, Saarbrücken, Münster, Wuppertal, Dresden und Jena. Andere Niederlassungen werden neue Zuständigkeitsbereiche erhalten, nämlich Essen und Dortmund die Region West, Flensburg "Nord", Berlin und Chemnitz "Ost" und Stuttgart und Frankfurt die Region "Süd". Insgesamt werden 200 Arbeitsplätze wegfallen, die sich allerdings quer durch alle Niederlassungen ziehen.
In jüngerer Vergangenheit hat sich der zweitgrößte DSL-Provider Deutschlands, die United-Internet AG, mit einer Sperrminorität von 25,05 Prozent bei Versatel eingekauft und Marktbeobachter schließen nicht aus, dass die United-Internet das Unternehmen komplett übernehmen wird. Die United-Internet AG hatte sich im Jahre 2007 weitgehend von der Deutschen Telekom getrennt und versorgt seine Kunden seit Mitte 2007 über das Festnetz der spanischen Telefonica. Es heißt, die United-Internet würde bei einer Übernahme von Versatel gut ein Viertel seiner Kunden über das Versatel-Netz versorgen können und somit erhebliche Kosten sparen. Nach den letzten Veröffentlichungen verwaltet Versatel gut 600.000 DSL-Kunden im eigenen Netz.
Grundgebühr: 29,90 €
Downstream: 6144 kBit/s
Upstream: 512 kBit/s

Grundgebühr: 39,90 €
Downstream: 16000 kBit/s
Upstream: 800 kBit/s

Grundgebühr: 49,90 €
Downstream: 16000 kBit/s
Upstream: 800 kBit/s

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