
"Am Anfang haben viele gesagt: -DAS- kann doch nicht gut gehen", sagte E-Plus Chef Thorsten Dirks am gestrigen Montag in Düsseldorf und meinte damit die Markenvielfalt, die die KPN-Tochter auf den Markt gebracht hat. Heute wisse man, dass man den richtigen Schritt getan hat und die Quartalszahlen vom Konzern zeigen, dass E-Plus mit seiner Markenvielfalt (hierzu gehören eigene Marken wie BASE, simyo oder Ay Yildiz aber auch Partnermarken wie Aldi-Talk oder blau.de), sehr viele Kunden anzieht.
Dirks Strategie ist klar und mit Erfolg führt er die Politik fort, die unter seinem Vorgänger Michael Krammer eingeleitet wurde: Mehrmarkenstrategie, andere Wege als die Konkurrenz, neue Partner und zudem muss man den Kunden sensibilisieren, dass hochwertige Hardware einen Wert hat. Man müsse weg von den
Handy-Subventionen. Stattdessen soll Mobilfunk als Marke 'inszeniert' werden.
"Wir wollen als Gruppe wachsen", meint Dirks weiter. Am Ende zähle das Ergebnis aller Marken, die E-Plus angeschlossen seien. Für die Zukunft gelte noch stärker als bisher: Jede Marke muss ihre Zielgruppe finden. Eine Zielgruppe hat Dirks dabei besonders vor Augen, nämlich die jugendlichen Handy-Nutzer. Bisher sei es dem Konzern noch nicht gelungen, bei der Jugend eine gewisse Markenloyalität aufzubauen, gestand Dirks ein.
Das Mobilfunkgeschäft im
GSM-Netz mit
SMS und Telefongesprächen ist aber nicht der einzige Markt, in dem E-Plus punkten will. Stark im Fokus steht auch die mobile Datenkommunikation über das
UMTS-Netz, einschließlich ganz neuer Vertriebspartner. Man ist dabei, das UMTS-Netz auf die
HSDPA-Technik aufzurüsten, damit man dem Kunden stabilere und breitbandigere Übertragungsraten für mobile Datendienste anbieten kann.
Für die Zukunft sei es nicht nur denkbar, eine eigene Marke für die mobile Datenkommunikation zu schaffen, sondern auch, das mobile Internet in den bestehenden Marken noch stärker zu integrieren oder mit Partnern zusammenzuarbeiten, meinte Dirks weiter. Wen Dirks als mögliche Partner anvisiert, nannte er bereits Mitte Dezember in einem
Interview mit der Finacial Times Deutschland (FTD). Dort meinte er: Die traditionellen Geschäftsmodelle hätten sich überholt und man wolle zukünftig mit starken Partnern aus dem IT-Bereich zusammenarbeiten. Hierbei nannte er Namen wie Yahoo oder Microsoft.
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