
Vor gut zwei Wochen wurde bekannt, dass der freenet-Chef 'Eckhard Spoerr' beabsichtigt, die
debitel-Gruppe zu übernehmen. Die Neuausrichtung des
DSL-Providers in Richtung Mobilfunk ist eine Folge der Vorgaben der freenet-Investoren, die nach der Fusion mit dem Mobilfunk-Service-
Provider 'mobilcom' eine erneute Aufspaltung des Konzerns wünschen.
Obwohl der debitel-Haupteigentümer 'Permira' seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert hat, die debitel-Gruppe an freenet abzugeben, sind die Verhandlungen bezüglich einer Übernahme zunächst doch in eine schwierige Phase getreten. Hierbei geht es nicht unbedingt um die Kaufpreiskonditionen, sondern mehr um die Frage, wer letztlich die Führung im neu ausgerichteten freenet-Konzerns übernehmen wird.
"Die Fusionsgespräche könnten leicht noch den ganzen April andauern", ist nun im Handelsblatt zu lesen und das Blatt bezieht sich bei dieser Meldung auf ein internes Schreiben des debitel-Vorstandsvorsitzenden 'Oliver Steil' an seine Mitarbeiter. Ziel sei es zwar, eine möglichst schnelle Einigung mit freenet zu finden, doch strittig sei derzeit vor allem die Frage der Führung, so das Handelsblatt.
Insgesamt geht es um einen Kaufpreis von zwischen 1,4 und 1,5 Milliarden Euro, die freenet zum größten Teil mit dem Verkauf der DSL-Sparte tragen möchte. Sofern aber freenet sich von der DSL-Sparte trennt, sei das Mobilfunkgeschäft mehr oder weniger das einzige operative Geschäft einer neuen freenet AG und in diesem Segment beansprucht Oliver Steil das Sagen. Damit aber wird das Amt des bisherigen freenet-Chefs Eckhard Spoerr in Frage gestellt.
In der vom Handelsblatt zitierten Mail meint Steil, nach der freenet-Offerte beabsichtigen die Hamburger zwar eine Lösung mit der debitel-Gruppe, doch könne das angedachte Konstrukt immer noch kippen. Selbst Verhandlungen, die von beiden Seiten mit dem gleichen Ziel geführt werden, könnten immer noch scheitern, wird Steil weiter zitiert. Auch eine vom Handelsblatt zitierte freenet-Sprecherin formuliert die möglichen Verhandlungsergebnisse sehr vorsichtig. Sie meint, die derzeitigen Gespräche seien positiv, doch auch die freenet hätte immer wieder gesagt, dass der beabsichtigte Deal immer noch kippen kann.
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Rubrik: Provider News