DVB-H - nur noch 58 Tage zur Fußball-EMdsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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10.04.2008DVB-H - nur noch 58 Tage zur Fußball-EM Können Sie sich noch an die vollmundigen Visionen zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 hinsichtlich Handy-TV über DVB-H erinnern? Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 sollte den Durchbruch im mobilen Fernsehen bringen und was war? Einige Mobilfunk-Anbieter hatten einen SMS-Service-Dienst für Fußball-Ergebnisse. Außer "Watcha" im DMB-Format, gab es weder WM-Live-Spiele zu sehen, noch konnte die Mobilfunk-Industrie dem Endkunden eine ausreichende Anzahl an fernsehfähigen Handys bieten. -DAS- alles sollte spätestens bis zur Fußball-Europameisterschaft in Österreich und der Schweiz im Jahre 2008 anders werden. Bis dahin wollten die zuständigen Gremien der Landesrundfunkanstalten einen Portalbetreiber für den besseren DVB-H-Standard auserkoren haben, die Sendelizenzen sollten erteilt sein, die Fernsehanstalten sollten ausreichende Sender zur Verfügung gestellt haben, die Handy-Hersteller sollten eine ausreichende Anzahl an Geräten anbieten und die Mobilfunk-Anbieter sollten dem Kunden preisgünstige Zugangstarife ermöglichen.
Mobile 3.0 - Präsident Rudolph Gröger meint gegenüber dem Tagesspiegel: "Wir werden pünktlich loslegen", doch bitte schön, wo mit? Von der Theorie her ist die Plattform vorhanden und auch genügend Sendeanstalten wollen Fernsehbeiträge produzieren, die über Mobile 3.0 verbreitet werden sollen. Doch immer noch fehlen die Mobilfunknetzbetreiber für die Vermarktung dieser Dienste, denn die bekannten Netzbetreiber T-Mobile, Vodafone und O2-Germany hätten in einem Gemeinschaftsprojekt das Geschäft gerne selbst übernommen. Michael Schmid, Consultant für das Themengebiet Digital-TV beim Berliner Medieninstitut Goldmedia ist der Meinung, die Mobilfunknetzbetreiber sind nicht abgeneigt, bezüglich Handy-TV nach Alternativen zu suchen und zwar im terrestrischen Standard DVB-T. Bei der T-Mobile sei man bereits am überlegen, ob man nicht im Sommer ein DVB-T-Handy mit ins Produkt-Portfolio mit aufnehmen soll. Es geht um viel Geld, mein Schmid weiter und spricht von Kosten in Höhe von bis zu 500 Millionen Euro, alleine für den Aufbau und Betrieb des Systems. Zudem wollen Privatsender für ihre Beiträge bezahlt werden und die öffentlichrechtlichen Sender könnten von Glück sagen, wenn sie für ihre Beiträge nicht noch zuzahlen müssten. Egal, inwieweit sich die Betreiber, Produzenten und Vermarkter letztlich einigen, die Mobile 3.0 hat zur Fußball-EM 2008 ihren Dienst aufzunehmen. Voraussetzung für den Verbleib der Sendelizenz bei der Mobile 3.0 ist nämlich, dass das Unternehmen spätestens am 01.Juni 2008 in mindestens fünf Ballungsräume auf Sendung gehen muss. Bis Ende des Jahres sollen dann mindestens alle 16 deutschen Landeshauptstädte mit Handy-TV versorgt sein. Wenn sich die Mobile 3.0 nicht kurzfristig mit den Mobilfunk-Netzbetreibern einigen kann, so Schmid, kann es passieren, dass DVB-H trotz aller technischen Vorteile auf der Strecke bleibt und die Mobilfunkanbieter auf UMTS oder DVB-T setzen.
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