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26.04.2008Deutsche strafen Nokia wegen Rückzug aus Bochum ab? Seit dem der Finnische Handy-Hersteller Nokia verkündet hat, seinen Produktionsstandort in Bochum aufgeben zu wollen, hat der Marktführer, zu mindestens in Deutschland, erheblich an Image verloren. Nokia hatte Mitte Januar 2008 verkündet, das Werk in Bochum zum 30.Juni 2008 schließen zu wollen und die Produktionsstandorte hierfür nach Rumänien und Ungarn zu verlegen. Obwohl das Werk in Bochum den Finnen erhebliche Gewinne beschert hat, seien vor allem die Personalkosten viel zu hoch, in Rumänien kostet die Arbeiterstunde lediglich ein Zehntel von dem der deutschen Arbeitnehmer. Ein Sturm der Entrüstung ging durch Politik, Wirtschaft, Gewerkschaft, Personalrat und betroffenen Arbeitnehmern. Wut kam vor allem auch auf, weil bekannt wurde, dass Nokia einerseits nicht unerhebliche Subventionen vom Land Nordrhein-Westfalen und vom Bund erhalten hat, sondern andererseits auch neue Subventionen von Rumänien erhält. Subventions-Nomadentum wurde den Finnen nachgesagt und einige Personen des öffentlichen Lebens boykottierten sogar die Nokia-Handys.
Nokia selbst hielt sich mit einer Stellungnahme vornehm zurück. Euro am Sonntag zitiert eine Nokia-Sprecherin mit den Worten: "Landeszahlen kommentieren wir grundsätzlich nicht". Dennoch, so die Wirtschaftszeitung weiter: Bochum spielt bei diesen Zahlen sicher eine Rolle. Schließlich verlieren alleine im Nokia-Werk gut 2000 Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz. Lesen Sie auch: - Nokia-Sozialplan - Finnen zahlen 200 Mio. Euro
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