
Immer mal wieder gibt es Denk- und Geschäftsmodelle mit Düften aus der Ferne. Der Fernseher soll die Kochdüfte aus der Kochsendung ins Wohnzimmer tragen, der Kino-Besucher soll den Schweiß des Kinohelden spüren oder gemeinsam mit den Hauptfiguren im Film die frische Luft aus der Landschaft genießen. Leider waren alle Ansätze bisher erfolglos, oder zu mindestens hat sich bis dato noch keine dieser Service-Dienste durchsetzen können.
Nun gibt es einen neuen Ansatz, nämlich
Urlaubsdüfte aufs Handy bringen. Hierzu haben sich das Institut für Sensorikforschung, die isi GmbH (Innovationsberatung aus Göttingen) sowie die 'conVISUAL AG' als Kooperationspartner zusammen getan, um besagte Düfte aufs
Handy zu bringen. Ein Patenantrag zu dieser Technologie wurde bereits gestellt.
So gut, wie sich diese Idee anhört, so ernüchternd ist allerdings auch deren Umsetzung. Zunächst benötigt der "Duft-Empfänger" das geeignete Handy in Form eines "Duft-Handys", das mit einem speziellen Chip ausgestattet ist. Mit diesem Handy kann er dann bestimmte Düfte "empfangen", allerdings nur in zuvor vorgegebenen Duft-Themen. Auf den echten Duft vom Gewürz-Basar aus China oder den verräucherten Duft aus der Kneipe wird der Empfänger wohl verzichten müssen.
Noch aber ist es nicht so weit, denn das Konsortium möchte Handy-Hersteller oder Netzbetreiber für dieses Geschäftsmodell zunächst noch sensibilisieren. Erst wenn sich Handy-Hersteller gefunden haben, die diese Technologie in zukünftige Handy-Generationen zu integrieren, könnten die Duft-Grüße auch tatsächlich ankommen. Mit einer möglichen Markteinführung ist allerdings nicht vor 2010 zu rechnen. Dann aber, so das Konzept, sollen Düfte mittels
SMS oder
MMS von Handys oder auch von angeschlossenen PCs auf ein Empfänger-Handy aktiviert werden können. An Spammer hat das Konsortium auch gedacht: Der Empfänger der Duft-Nachricht kann die SMS oder MMS annehmen oder ablehnen.
Das Patent für die Dufthandy-Anwendungen liegt bei den deutschen Firmen "
isi GmbH" aus Göttingen und der "
conVISUAL AG" aus Oberhausen. Der Duftchip wird von einem renommierten Mikrotechnik-Unternehmen entwickelt.
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Rubrik: Handy Modelle