Handy-Payment - O2 entschädigt Opfer von Abzockerdsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
12.10.2005Handy-Payment - O2 entschädigt Opfer von Abzocker Mit einem besseren Beweis für Seriosität und Zuverlässigkeit kann wohl kaum ein Mobilfunkbetreiber für seine Dienste werben: O2 Germany erstattet Kunden ihr Geld zurück, wenn sie auf die berüchtigten Abzocker-Methoden im Bereich Handy-Payment hereingefallen sind. Hintergrund der entstandenen Schäden sind Payment-Dienste, die auf Webseiten wie hausaufgaben.de angeboten wurden: Die Opfer (vor allem Kinder) wählen sich auf derartige Portale ein, um sich beispielsweise eine Referat-Vorlage zu downloaden. Um den Zugang zum Referat zu erhalten, werden den Kindern suggeriert, sie hätten für rund 10,00 Euro einen 3-Tage-Zugang als "Abo", die sie über ihr Handy bezahlen können. Nach der sogenannten Autorisierung durch Eingabe der Handy-Nr. werden die "Service-Kosten" dann über die Telefonrechnung abgebucht. Was aber sehr viele Kunden nicht wussten, sie hatten damit einen Jahres-Abo abgeschlossen, wobei nun entsprechende Gebühren für die angeblichen Abo-Dienste eingezogen wurden.
"Wir sind als Mobilfunkbetreiber ebenso wie die Kunden getäuscht worden. Es ist gegen unsere Verträge verstoßen worden. Wer gegen diese Verträge verstößt, ist als Geschäftspartner zu hinterfragen", wird Stefan Zuber von O2 zitiert. O2 hat inzwischen die Notbremse gezogen und - erstmalig in Deutschland - Rückzahlungen in Millionenhöhe angekündigt. Außerdem erhält jeder betroffene Kunde ein Entschuldigungsschreiben. "Nicht zuletzt durch die Berichterstattung von plusminus aber auch durch Kundenbeschwerden sind wir auf das Thema aufmerksam geworden. Es geht um einige tausend Fälle. Das ist nicht in unserem Sinn, so wollen wir mit unseren Kunden nicht umgehen. Wir erstatten alle Beträge an unsere Kunden zurück, auch wenn wir nicht dafür verantwortlich sind", heißt es von Stefan Zuber weiter. Aufgrund des Medienrummels sind die Mobil-Payment-Möglichkeiten zunächst von den besagten Seiten verschwunden, so plusminus in seinem Bericht. Jetzt versuchen die Betreiber, per Lastschrift an das Geld zu kommen: Ein Drei-Tage-Zugang verlängert sich nach Ablauf automatisch zum Jahresabo für 96 Euro. Die fragwürdigen Handy-Abos wurden von den Netzbetreibern erst mal generell für alle Anbieter gesperrt. Laut plusminus erklärte aber alleine O2 sich bereit, ihren geschädigten Kunden das Geld zu erstatten. Alle anderen Mobilfunkbetreiber sehen für eine kulante Erstattung der entstandenen Schäden derzeit keine Veranlassung. Hierbei stellt plusminus die Geschäftspolitik des Dienst-Anbieters E-Plus besonders in Frage. Es heißt: "Man (E-Plus) hält die Angebote nach wie vor für seriös, macht zusammen mit den Anderen schon wieder Geschäfte im Internet." Rubrik: Handy Tarife
Frühere Artikel aus dieser Rubrik:
|
Internet: DSL / ISDN / Breitband:Handy / Mobile Kommunikation:
Ältere News: |