
Nachdem
O2-Germany sich bereit erklärt hatte, die entstandenen Schäden ihrer Kunden durch fragwürdige Mobile Payment - Abbuchungen zu erstatten, folgen nun auch T-Mobile und E-Plus mit diesem Angebot.
Hintergrund der entstandenen Schäden sind Payment-Dienste, die auf Webseiten wie hausaufgaben.de angeboten wurden: Die Opfer (vor allem Kinder) wählen sich auf derartige Portale ein, um sich beispielsweise eine Referat-Vorlage zu downloaden. Um den Zugang zum Referat zu erhalten, werden den Kindern suggeriert, sie hätten für rund 10,00 Euro einen 3-Tage-Zugang als "Abo", die sie über ihr
Handy bezahlen können. Nach der sogenannten Autorisierung durch Eingabe der Handy-Nr. werden die "Service-Kosten" dann über die Telefonrechnung abgebucht. Was aber sehr viele Kunden nicht wussten, sie hatten damit einen Jahres-Abo abgeschlossen, wobei nun entsprechende Gebühren für die angeblichen Abo-Dienste eingezogen wurden.
Die ARD-Sendung "
plusminus" hatte aufgedeckt, dass es alleine bei O2-Germany rund 8.000 Kunden gegeben hat, die auf diese Abzocker-Methoden hereingefallen sind. Bei T-Mobile seien es sogar 20.000 Opfer gewesen; Zahlen von E-Plus wurden nicht bekannt. Während O2-Germany sich sofort bereit erklärte, die abgezockten Beträge zu erstatten, ..."auch wenn wir nicht verantwortlich sind, hieß es von O2 Sprecher Stefan Zuber"... nahmen die übrigen Mobilfunkbetreiber zunächst Abstand und wollten von einer Erstattung nichts wissen.
Nun aber hat T-Mobile nachgezogen und wird allen, etwa 20.000 Opfern, das Geld erstatten. "Der Mobilfunkanbieter T-Mobile garantiert den Kunden mit strittigen Abrechnungen die Rückerstattung der Kosten. Dies gelte auch für Kunden, die sich noch nicht beschwert hätten", sagte eine Sprecherin in Bonn. E-Plus lenkte zu mindestens insoweit ein, als das es hieß: "Man unterstütze die Kunden, das Geld zurückzubekommen". Wie auch bei O2 geht es bei T-Mobile und E-Plus um Schadenssummen zwischen 10 und 200 Euro pro Kunde.
"Die Zugänge zu den umstrittenen Seiten seien inzwischen gesperrt", hieß es hieß es gleichlautend von den Mobilfunkunternehmen. Das Volumen der Gutschriften beläuft sich alleine bei O2 auf einen sechsstelligen Betrag. O2 wickele solche Payment-Geschäfte über zwischengeschaltete Vermittler ab, die Kontakt zu den Anbietern von Internetseiten unterhalten und zugleich die Daten für die Abrechnung zusammentragen. "Wir haben die Mittler, die sittenwidrige Services im Angebot hatten, abgestellt", erklärte ein O2 Sprecher.
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Rubrik: Provider News