Nokia - Gründe für die Werksschließung nicht deutlich genug gemachtdsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
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14.05.2008Nokia - Gründe für die Werksschließung nicht deutlich genug gemacht Mitte Januar dieses Jahres hatte der finnische Handy-Hersteller 'Nokia' angekündigt, sein Werk in Bochum zu schließen und die Produktion dafür in Rumänien und Ungarn aufnehmen zu wollen. Trotz der Tatsache, dass das Bochumer Werk den Finnen satte Gewinne beschert hat hieß es als Begründung, man könne durch den Wechsel nach Rumänien bis zu 90 Prozent der Personalkosten einsparen. Die Nachricht von der bevorstehenden Schließung des Bochumer Werkes schlug sehr hohe Wellen, sowohl in der Politik, als auch in der Wirtschaft und natürlich auch bei den Beschäftigten einschließlich Personalrat und Gewerkschaft. Alleine vom Werk Nokia sahen sich gut 2000 Beschäftigte mit dem Weg zur Arbeitsagentur konfrontiert, dazu kam noch einmal die gleiche Anzahl von Beschäftigten aus Zeitarbeitsfirmen und Zulieferer Betriebe.
Nun zitiert die Financial Times (FT) den Nokia-Personalvorstand 'Juhu Äkräs' mit den Worten, Nokia habe Fehler in der Unternehmenskommunikation gemacht, bleibe aber der Ansicht, dass die Werksschließung in Bochum unumgänglich gewesen sei. Nokia habe den Deutschen die Gründe für die Werksschließung nicht deutlich genug dargelegt, meinte Äkräs gegenüber der FT, denn man kenne die Unternehmenskultur in Deutschland zu wenig. Es sei richtig, dass die Produktionskosten in Rumänien nur gut ein Zehntel dessen betragen, was man in Deutschland hätte aufwenden müssen, nur sei das Unternehmen gezwungen, angesichts der immer weiter fallenden Handy-Preise, jeden Cent einzusparen, um konkurrenzfähig bleiben zu können. Trotz des Gegenwindes aus Deutschland werde das Unternehmen allerdings auch zukünftig von seiner "... traditionellen ehrlichen und sogar naiven Unternehmenskultur ..." nicht abweichen und weiterhin fair und offen zu seinen Vertragspartnern bleiben. In der Tat: Man muss dem Konzern zugute halten, dass das Unternehmen scheinbar wirklich bemüht ist, einen vernünftigen Konsens zu seinen Vertragspartnern zu finden. Zwischenzeitlich haben sich die Finnen mit dem Nokia-Betriebsrat aus Bochum auf ein Abfindungspaket in Höhe von 200 Millionen Euro geeinigt, die in eine Auffanggesellschaft für die ehemaligen Nokia-Beschäftigten fließen sollen. Außerdem wird berichtet, dass Nokia weitere 30 Millionen Euro in eine Stiftung einzahlen will, die für die Förderung eines Industrie-Parks in Bochum bestimmt sind.
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