Analyst - 'ruinöser Kampf' um TK-Markt-Anteile in Deutschlanddsltarife - DSL Infos, News und Tarife |
![]() |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
|
||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
16.05.2008Analyst - 'ruinöser Kampf' um TK-Markt-Anteile in Deutschland Seit gut zwei Jahren unterbieten sich die deutschen Festnetz- und Mobilfunk-Provider Monat um Monat in ihren Zugangs-Paketen und buhlen um Neukunden. Wurden noch vor einigen Jahren DSL-Flatrates für monatlich 20 Euro als Schnäppchen angepriesen, so kann man heute zum gleichen Preis ganze Komplett-Pakete buchen. Ebenso im Bereich Mobilfunk: zahlte der Kunde vor einigen Jahren für die Telefonminute noch bis zu 40 Cent, so gibt es heute bereits Komplett-Angebote für acht Cent/Minute in alle Netze. Diese Entwicklung bleibt bei den deutschen Providern nicht ohne Folgen: DSL-Provider wie beispielsweise Tiscali oder Lycos mussten bereits die Segel streichen und auch freenet vermeldete kürzlich herbe Einbußen in diesem Segment. Auch einzelne Mobilfunk-Provider, speziell im Discounter-Bereich für Prepaid-Karten konnten ihre Geschäftsmodelle nicht mehr halten und mussten ihre Angebote wieder einstellen. Selbst große Provider am Markt vermelden Umsatzsteigerungen bei sinkenden Gewinnen. Hier bleibt nur noch die Konsolidierung mit anderen Konzernen, sonst droht unwillkürlich das AUS.
Der Preisverfall wird sich auch in Zukunft nicht mehr stoppen lassen, so Booz Allen Hamilton und hieran werden steigende Bandbreiten und höhere Datenvolumina auch nichts ändern können. Innerhalb der kommenden fünf Jahre wird sich der Bedarf an Breitband-Geschwindigkeiten und Daten-Transfervolumen verzehnfacht haben und trotzdem werden die Margen bis dahin um bis zu 25 Prozent gesunken sein. Booz Allen Hamilton ist der Meinung, dass nur Konzerne diesen Kampf überleben können, die mindestens 25 Prozent des Marktes beherrschen. Nur durch stetige Konsolidierungen ergeben sich Synergie- und Skaleneffekte, bei denen diese Unternehmen einerseits alle Segmente im TK-Bereich dem Kunden kostengünstig anbieten, und trotzdem ihre Fixkosten reduzieren können. Es werde nicht mehr lange dauern, dann wird ADSL mit seinen beengten Bandbreiten der Vergangenheit angehören und deshalb sollten die Telekommunikationsanbieter schon jetzt Vorsorge treffen, vermehrt auf Kabel-, VDSL- und Glasfaser-Zugänge zu setzen. Nach Meinung des Analysten wird es aber nur maximal drei Unternehmen gelingen, pro Straßenzug eine Infrastruktur für mehr als 50 MBit/s unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten anzubieten und zu betreiben. Lesen Sie auch: - tiscali verkauft ISDN- und DSL-Kundenstamm an freenet - Lycos gibt DSL-Kunden an freenet ab - freenet verliert im 1.Q 2008 insgesamt 90.000 DSL-Kunden - '01051mobile' - weiterer vistream-Reseller gibt auf - Mobilfunk - nächster Mobilfunk-Discounter verabschiedet sich - Mobilfunk-Prepaid - 'maxxim' - 8-Cent-Einheitstarif
Rubrik: Provider News
Weitere relevante Rubriken: Mobilfunk-Markt | Unternehmenspolitik
Frühere Artikel aus dieser Rubrik:
|
Internet: DSL / ISDN / Breitband:Handy / Mobile Kommunikation:
Ältere News:
330 Mio. € - Vodafone kauft Arcor-Anteile von der Bahn Bitkom - 80 Prozent aller dt. Firmen nutzen Breitband-Internet Telekom will Auslandseinkäufe verstärken Sommer-Hitze-Salzwasser - man sollte sein Handy schützen 'DSL-All-inclusive' von Vodafone - 4 Monate gratis Nokia Bochum - Geschäftsbereich für KfZ-Lösungen verkauft | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||