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26.05.2008Telekom-Aufsichtsrat fordert - Abkehr von dem vorsichtigen Kurs Nach einem Bericht des Nachrichtenmagazins 'FOCUS' fordert der stellvertretende Telekom-Aufsichtsrat-Chef 'Lothar Schröder', das Unternehmen müsse sich in Fragen möglicher Konsolidierungen schneller entscheiden und endlich mehr und schneller expandieren. Laut Schröder übertreibe man in der Konzernspitze den Kurs der Kostensenkung und Gewinnorientierung. Die Telekom müsse eine aktivere Rolle in der Konsolidierung der Branche spielen, wenn sie nicht verlieren will, denn nur so würde sich entscheiden, ob "morgen" die Entscheidungen in "Bonn", "New York" oder "Neu Delhi" fallen. Derzeit wird die Deutsche Telekom mit insgesamt fünf potentiellen Übernahmekandidaten in Verbindung gebracht: So hat die Telekom sich in diesem Jahr nach langen und schwierigen Verhandlungen bei dem griechischen Marktführer 'Hellenic Telecommunications Organization' (OTE) eingekauft und wird dafür insgesamt 3,2 Milliarden Euro auf den Tisch legen. Die Telekom wird hierfür etwas mehr als 25 Prozent Aktienanteile besitzen, hat die Vorkaufsoption auf die restlichen griechischen Staatsanteile und erhält einen Sitz im Verwaltungsrat. Durch diese Beteiligung erhält die Telekom einen nicht unerheblichen Einfluss in Länder wie Rumänien (Festnetz und Mobilfunk), Bulgarien (Mobilfunk), Mazedonien (Mobilfunk), Albanien (Mobilfunk) sowie Serbien (Festnetz- und Mobilfunk).
Aus dem Bundesfinanzministerium (der Bund besitzt noch 32 Prozent an der Telekom) soll ebenfalls die Forderung nach einer schnelleren Expansion kommen, damit das Unternehmen vor allem im europäischen Markt mehr an Einfluss gewinnt. Das Handelsblatt berichtete, das Bundesfinanzministerium sieht als möglichen Wunschkandidaten die französische France Telecom. Weitere mögliche Übernahmen bzw. Beteiligungen könnten in Skandinavien oder auch in Afrika liegen. In Schweden beispielsweise stehen die Staatsanteile der 'TeliaSonera' zum Verkauf und hierfür wird ein "seriöser" Partner gesucht. Das Netz und die Telekommunikationsanlagen der TeliaSonera werden nämlich durch das schwedische Militär genutzt und in Anbetracht der inneren Sicherheit des Landes fallen einige Interessenten, beispielsweise aus Asien, durch das Sicherheitsraster der Schweden. In Südafrika wären dann noch 51 Prozent an den Mobilfunk-Netzbetreiber 'MTN' zu vergeben, die einen Börsenwert von rund 25 Milliarden Euro haben sollen. An diesem "Kuchen" schnuppern derzeit neben der Deutschen Telekom, die russische "Vimpel Communications" und die indische "Bharti Airtel". Derzeit hat nur die Bharti Airtel ein Angebot über 19 Milliarden US-Dollar abgegeben. Lesen Sie: - Bei 'TeliaSonera'-Verkauf sieht schwedisches Militär Sicherheitsprobleme - Telekom will Auslandseinkäufe verstärken - 'Deutsche Telekom' und 'France Telecom' sollen möglichst fusionieren? - T-Mobile-USA - mit 'Sprint-Nextel' an die Spitze im US-Mobilfunk-Markt?
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