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20.06.2008freenet bietet DSL-Sparte zum Verkauf an Seit mehr als zwei Jahren gab es ein großes 'Gerangel' um den Internet-Dienstleister für Breitband-Internet, Telefon und Mobilfunk freenet. Hierbei ging es einerseits um eine mögliche Neuausrichtung des Konzerns, andererseits drohte aber auch die Übernahme und Zerschlagung durch eine Kooperationsgemeinschaft, bestehend aus der Drillisch AG und der United-Internet AG. Mit dem Kauf der debitel-Gruppe Ende April dieses Jahres, setzte freenet-Chef Eckhard Spoerr dem ganzen Gerangel ein Ende und signalisierte, der Konzern wird sich zukünftig schwerpunktmäßig auf dem Mobilfunksektor positionieren. Nun stellt freenet-Chef Eckhard Spoerr die Festnetzsparte zum Verkauf und fordert potentielle Käufer zu "Interessenbekundungen" auf. Aus freenet-Kreisen heißt es, der Vorstand habe beschlossen, die Festnetzsparte nun doch zum Verkauf zu stellen. Zuvor hatte Eckhard Spoerr sich nicht konkret zu den Plänen um das zukünftige DSL-Geschäft äußern wollen. Zunächst sollte eigentlich das Festnetz- und Mobilfunk-Geschäft nur verwaltungsmäßig voneinander getrennt werden, aber im Konzernverbund verbleiben.
Welche freenet-Konkurrenten für die DSL-Sparte tatsächlich Interesse bekunden, ist noch nicht bekannt. Seit langer Zeit hatte die United-Internet AG ein Auge auf das freenet-Festnetz Geschäft geworfen, doch alle Verhandlungen waren bisher gescheitert. Letztlich mündeten die Verhandlungen sogar in einem offenen Streit zwischen United-Internet-Chef Ralph Dommermuth und freenet-Chef Spoerr. Dommermuth forderte zunächst konkretere Zahlen aus dem freenet-Festnetz-Geschäft, doch diese konnte Spoerr nicht vorlegen (so hieß es wenigstens in den Medien). Danach versuchte Dommermuth unter allen Umständen, die debitel-Übernahme zu verhindern und schickte der freenet AG sogar eine einstweilige Verfügung ins Haus. Ob Dommermuth und Spoerr sind letztlich noch einigen werden, ist derzeit sehr fraglich.
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