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24.10.2005

Alternative Zugänge

Drei Milliarden Euro für DSL-Glasfaser

3 Milliarden für Glasfasernetz in 50 deutschen StädenDie Telekom plant, bis 2007 drei Milliarden Euro in ein neues Glasfasernetz in 50 deutschen Städten zu investieren. Es soll Bandbreiten bis zu 50 Megabit erreichen. Bis Mitte 2006 sollen bereits zehn Städte angeschlossen sein, darunter Hamburg, Berlin, Köln und Düsseldorf. Als Vorbedingung fordert Telekom-Vorstandschef Kai-Uwe Ricke jedoch, dafür aus der Regulierung entlassen zu werden. Sichert der Gesetzgeber ihm das nicht zu, so eine Veröffentlichung im Handelsblatt, droht er mit der Abwanderung ins Ausland: "Die Telekom hat viele Plätze in der Welt, wo sie investieren kann. Eine falsche Regulierungspolitik wird dazu führen, dass Deutschland keine Datenautobahn bekommt. Dann gehen in der deutschen Telekommunikationsindustrie in den kommenden Jahren mehr Arbeitsplätze verloren als durch den technologischen Fortschritt ohnehin wegfallen."

Wettbewerber werfen dem Ex-Monopolisten vor, erneut seine Marktmacht auszuspielen. "Die Telekom versucht, ihr althergebrachtes Anschlussmonopol auch in den zukunftsträchtigen Bereichen zu etablieren", kritisierte Jürgen Grützner, Chef des Verbandes von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten.

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Der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, hat die Deutsche Telekom dagegen aufgefordert, ihr geplantes ultraschnelles Netz auch für Wettbewerber zu öffnen. "Da ist die Telekom am Zuge, mit anderen Marktteilnehmern zu reden, bevor wir uns damit befassen", sagte Kurth in Bonn der Finanz-Nachrichtenagentur dpa-AFX. Kurth plädierte für eine Lösung innerhalb der Branche. "Es wäre gut, wenn die Telekom derartige Pläne mit den Wettbewerbern transparent diskutiert."

Nach dem Start des geplanten Telekom-Glasfasernetzes will die Bundesnetzagentur eine so genannte Marktanalyse durchführen, um eine Grundlage für die weitere Vorgehensweise zu schaffen. "Wir können nur etwas regulieren, was im Markt sichtbar ist", meint Kurth weiter. Einen Ausschluss von Wettbewerbern will er offensichtlich nicht akzeptieren: "Den im Markt geäußerten Verdacht, dass hier ein neuer Monopolsektor geschaffen werden soll, sollte die Telekom im eigenen Interesse schnell ausräumen." Kurth will der Telekom aber zugleich höhere Gebühren für eine Nutzung des neuen Netzes zubilligen. "Ich habe durchaus Verständnis, dass man für das erheblich höhere Risiko einer solchen Investition einen höheren Ertrag haben will, und dass Wettbewerber auch an diesen höheren Aufwendungen und Risiken entsprechend beteiligt werden."



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