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14.07.2008Eckhard Spoerr signalisiert möglichen Abschied bei freenet
Seit gut zwei Jahren versuchen die Drillisch AG und später auch die United-Internet AG, einen maßgeblichen Einfluss auf die Ausrichtung der freenet AG zu nehmen. Das Drama begann im Jahre 2006, als die (seinerzeitige) freenet.de mit dem Mobilfunk-Service-Provider 'mobilcom' fusionieren wollte. Diese Fusion wollte die Drillisch AG unter allen Umständen verhindern, um sich selbst als Partner der mobilcom anzubieten. Als die freenet trotz aller Widrigkeiten die Fusion mit der mobilcom vollzogen hatte, verbündete sich die Drillisch AG mit der United-Internet AG, um die (neue) freenet AG zu übernehmen, zu zerschlagen und die Geschäftsfelder 'Mobilfunk' und 'Festnetz' unter sich aufzuteilen. freenet-Chef Eckhard Spoerr konterte mit einem Riesen-Deal und kaufte kurzerhand die debitel-Gruppe für mehr als 1,6 Milliarden Euro. Hier finden Sie DSL-und VoIP-Komplett-Pakete im Vergleich
Durch die Ausgabe von 30 Millionen weiterer freenet-Aktien, die zum Teilkauf an den ehemaligen debitel-Eigner 'Pemira' weitergegeben wurden, sank der Drillisch/United-Internet-Anteil an der freenet AG von 25,2 Prozent auf nur noch 19,1 Prozent. Nun aber denken die beiden freenet-Kontrahenten daran, ihren Aktienanteil an die freenet AG durch Zukauf weiterer Aktien auf insgesamt 29,9 Prozent zu erhöhen und den freenet-Vorstand auf der nächsten Hauptversammlung zu stürzen. Für den Fall, dass die Drillisch / United-Internet Fraktion es schafft, ihre Anträge (unter anderem die Verwaltungsratsmitglieder auszutauschen) durchzubringen, will Eckhard Spoerr seinen sprichwörtlichen 'Hut' nehmen. Gegenüber der Zeitung 'Welt am Sonntag' meinte Spoerr, in der kommenden Hauptversammlung ginge es um einen Kampf "Gut gegen Böse". Spoerr geht zwar grundsätzlich davon aus, dass er genug Aktionärsstimmen aktivieren kann, um die Entmachtungsanträge der Kontrahenten abzuwehren, doch sollte dies nicht gelingen, dann stünde sein Entschluss fest: Wörtlich: "Dann bin ich weg, von einem Tag auf den anderen, mit reinem Gewissen".
Rubrik: Provider News
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