
In der vergangenen Woche berichtete der iPhone-Hacker '
Jonathan A. Zdziarski', dass er im Betriebssystem des Apple-iPhone-Handys einen verdächtigen Link gefunden hat, der Anlass dazu gibt zu glauben, der US-amerikanische
Handy-Hersteller 'Apple' habe sich ein Hintertürchen vorbehalten, um unliebsame Software von den iPhone-Handys zu entfernen. Der von Zdziarski aufgespürte Link führt zu einer kleinen Datenstruktur, die derzeit allerdings nur einen 'Dummy'-Eintrag enthält.
Gegenüber dem Wall Street Journal bestätigte nun Apple-Chef Steve Jobs höchst persönlich, dass es für die iPhone-Handys tatsächlich eine Fernlöschfunktion gebe. Diese Funktion will Apple allerdings nur im äußersten Notfall anwenden, nämlich dann, wenn sich über die Plattform 'App Store', Schadsoftware für die Geräte eingeschlichen hat, die zuvor nicht erkannt wurden.
Fremdanbieter können seit Juli über die 'App Store'-Plattform Software für das Apple-iPhone-Handy anbieten. Apple verlangt von dem jeweiligen Anbieter zunächst eine einmalige Gebühr von 99 US-Dollar und dann noch einmal 30 Prozent der Software-Einnahmen, die durch den Verkauf der Software generiert werden. Kostenlose Software-Angebote sind allerdings auch möglich.
Sobald ein Anbieter seine Software in die Plattform einstellt, wird sie von Apple, nach einer ersten Sicht- und Funktionsprüfung freigegeben. Dennoch schleichen sich immer wieder Angebote ein, die Apple im Nachhinein vom Portal nimmt, wie beispielsweise eine Modem-Software von NetShare, eine Software zur Einsicht regionaler Kino-Programm-Angebote oder auch die Software 'I Am Rich' des deutschen Programmierers 'Armin Heinrich', der einfach nur einen roten Punkt für rund 800 Euro angeboten hatte.
Aus dem Bericht des Wall Street Journals geht auch hervor, dass Apple bereits erhebliche Einnahmen durch die neue Online-Plattform generiert hat. Jobs erklärte, dass Käufer im App Store bisher >>jeden Tag<< rund eine Million US-Dollar für Software ausgeben haben und insgesamt bereits mehr als 30 Millionen US-Dollar umgesetzt wurden. Apple selbst habe davon rund neun Millionen US-Dollar eingenommen, die allerdings bisher für den Betrieb der Plattform reinvestiert werden mussten.
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Rubrik: Sonstige Meldungen