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17.08.2008E-Plus-Chef - Branche braucht neue Geschäftsmodelle E-Plus-Chef Thorsten Dirks, äußerte sich gegenüber der Agentur 'Dow Jones Newswires' zu den Zukunftschancen der Mobilfunk-Industrie und auch zu den Zukunftsplänen des Mobilfunk-Netzbetreibers selbst. Dabei sieht Dirks bei den derzeitigen Sprach- und Datendiensten keine nennenswerten Umsatzsteigerungen. Er meint, einerseits würden seiner Meinung nach, die Umsätze der herkömmlichen Sprachdienste weiter zurückgehen, andererseits würden die steigenden Umsätze der mobilen Datendienste durch den stetigen Preisverfall und durch die Eingriffe der Regulierungsbehörde, mögliche Umsatzsteigerungen "allenfalls ausgleichen". Dirks machte erneut deutlich, dass das Unternehmen nicht flächendeckend in innovative Service-Dienste investieren wird. Man werde nicht in Techniken oder Service-Dienste investieren und dann auf Kunden warten, sondern ganz gezielt die Infrastruktur dort ausbauen, wo 'Datenverkehr entsteht'. Mobilfunk wird eine ähnliche Entwicklung nehmen, wie das Internet, so Dirks. Die Nutzer werden sich allmählich an eine Vielzahl von einfachen Diensten auf dem Handy gewöhnen und auf Dauer wissen, dass Mobilfunk nicht teuer sein muss und ein Handy nicht immer nur umsonst sein kann. Durch die Sprach- und Daten-Flatrates werden die Zugänge einfach, und die angebotenen Inhalte vielfach inklusive sein.
Derzeit sei das Unternehmen dabei, einen so genannten "Reklameregler" zu entwickeln, mit der der Nutzer die Belieferung der Werbung 'regulieren', und auf seine Bedürfnisse einstellen kann. Die bisherigen Analysen aus einer Umfrage hätten ergeben, dass vom Grundsatz nur 25 Prozent aller Handy-Nutzer, eine Werbung auf dem Handy akzeptieren würden. Nach Erläuterung des neuen Konzeptes hätten allerdings rund 60 Prozent aller befragten Endverbraucher, sich mit einem "Reklameregler" anfreunden können. Langfristig ist es für Dirks denkbar, dass ein Teil des Handelumsatzes, der auf diese Weise generiert wird, an den vermittelnden Netzbetreiber geht. Erste Ansätze hätte man bereits über die Marke 'simyo' realisiert. So gibt es bei simyo rund 400 kostenlose Spiele, in denen dann Werbung integriert ist. Ein weiterer Versuch läuft derzeit mit werbefinanzierten Nachrichten, die als Bildschirmschoner des Handys angeboten wird. Dirks äußerte sich auch zu möglichen Konsolidierungen mit anderen Unternehmen. Er meint, derzeit sehe er kein Unternehmen, dass E-Plus aufkaufen werde und wenn, dann würde es höchstens für die Spanische Telefonica einen Sinn machen. Kaufofferten oder Gespräche gäbe es allerdings nicht. Pläne von E-Plus, selber Konkurrenten aufzukaufen, gäbe es derzeit ebenfalls nicht.
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