Im dt. DSL-Geschäft werden drei Anbieter übrig bleiben?
Die "fetten" Jahre im DSL-Neukundengeschäft seien vorbei, meint ‘Dorothea von Wichert-Nick’ vom der Münchener Unternehmensberatung ‘Solon’. Die Nachfrage von DSL-Anschlüssen geht nach Beobachtung des Unternehmens Solon bereits in diesem Jahr merklich zurück. Verstärkt wird diese Tendenz noch durch die großen Kabel-Provider, die mit hohen Internet-Bandbreiten und attraktiven Bündel-Angeboten aus Fernsehen, Telefonie und Breitband-Internet auf Kundenfang gehen.
Der harte Preiskampf und das Abflauen des Neukundengeschäftes in den nächsten Jahren, wirbelt die Branche gehörig durcheinander, so ‘von Wichert-Nick’ weiter. Nachdem bereits kleinere DSL-Provider vom Markt verschwunden seien, würde die Konsolidierung unter den größeren Providern weiter gehen und letztlich werden nach Einschätzung der Analystin maximal drei oder vier DSL-Anbieter übrig bleiben.
"Endlich erwachen die Kabelnetzbetreiber aus dem Dornröschenschlaf", meint auch Martin Gutberlet vom Marktforschungsinstitut ‘Gartner’. Hierbei verweist Gutberlet auf die attraktiven Triple-Play-Angebote der Kabel-Provider ‘Kabel-Deutschland’, ‘Kabel-BW’ und ‘Unitymedia’, aber vor allem auf die Internet-Bandbreiten, die den Endkunden geboten werden. Diese liegen deutlich über den Geschwindigkeiten, die die meisten DSL-Provider als Standard bieten können.
Die Zukunft für die DSL-Provider sieht düster aus, meint auch Gutberlet. Im vergangenen Jahr konnten sich die DSL-Provider zwar noch über einen kräftigen Zuwachs an DSL-Kunden freuen (rund fünf Millionen Anschlüsse), doch rechnet Gartner in diesem Jahr mit maximal 2,4 Millionen neuen DSL-Anschlüssen und in den dann folgenden vier Jahren sollen es insgesamt nur noch rund drei Millionen DSL-Neuanschlüsse sein.
Nicht so stark in ihrer Position sieht Analyst ‘Nikolaus Mohr’ (Telekom-Experte bei Accenture) die Rolle der Kabelprovider. Mohr meint, er glaube nicht, dass Kabel-Deutschland "& Co." die DSL-Anbieter überholen werden. Derzeit kommen diese Anbieter gerade einmal auf fünf Prozent Marktanteil im Breitband-Geschäft.
Quelle: dpa / teltarif
Lesen Sie auch:
- freenet-DSL soll noch 2008 verkauft werden
- HanseNet-Verkauf (Alice-DSL) für eine Milliarde Euro?
- Drillisch / United-Internet erhöhen freenet-Aktienpaket auf 25,24 %
- United-Internet kauft weitere Versatel-Aktien
- Spekulation – Tele2-Deutschland soll verkauft werden
Grundgebühr: 19,95 €
Aktionspreis: 4,95 €

Grundgebühr: 19,95 €
Aktionspreis: 14,95 €

Grundgebühr: 19,99 €
Downstream: 2048 kBit/s
Upstream: 192 kBit/s

Ähnliche News
11.08.2010 freenet AG kann Markt-Position durch Mobilfunk-Sparte halten23.07.2010 Vodafone: DSL- und UMTS-Tarife bei Kunden besonders beliebt
21.07.2010 iPhone 4- und iPad-Verkauf füllen das Apple-Konto
15.07.2010 Apple iPhone 4: Software-Update auf iOS 4.1 und Krisen-Pressekonferenz
21.06.2010 Kai Diekmann bekommt Daten-Roaming-Kosten in Höhe von 42 000 Euro erstattet
21.06.2010 o2 gibt DSL-Sparte Alice auf
04.06.2010 Google rückt gesammelte WLAN-Daten der Nutzer heraus
21.05.2010 Vodafone, o2 und Co: Frequenzauktion nach 27 Tagen beendet








0 Kommentare