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12.10.2008iPhone Handy als Sicherheitsrisiko? Am 29. Juni 2007 brachte der US-amerikanische Computerspezialist und Produzent von Elektronischen Geräten, Apple, sein erstes Smartphone auf den Markt, dass die Bezeichnung iPhone trägt. Mit einer genialen Marketing-Strategie schaffte Apple es, einen regelrechten Verbraucher-'Hype' auf das Gerät aufzubauen und so die erste Version bereits nach 74 Tagen mehr als eine Million Mal verkauft zu haben. Die Nachfolgegeneration, das iPhone 3G erreichte die eine-Million-Grenze bereits nach drei Verkaufstagen. Zwischenzeitlich sollen mehr als zehn Millionen Geräte weltweit verkauft worden sein. Obwohl das Gerät nicht besonders anwenderfreundlich ist und auch viele einfache Features >>nicht<< zu bieten hat, ist das iPhone-Handy unglaublich populär. Es ist schlank, sieht elegant aus, hat ein formschönes Design und ist nicht gerade billig. Außerdem hat es ein neuartiges Touchscreen, über das sich das Handy auch ohne Tasten bedienen lässt. Die angezeigten Inhalte können mit den Fingern 'gezoomt' werden und zeigen sich sowohl im Quer- als auch im Hochformat.
Zdziarski schreibt in seinem Buch "iPhone Forensics", dass das iPhone besonders für die Strafverfolger interessant ist und dass das Gerät sogar gerichtsfeste Beweise liefern kann. Das iPhone enthält neben den üblichen Daten eines Handys, wie beispielsweise SMS-Botschaften, Kontakte oder E-Mails auch Daten, die man nicht erwarten würde, so Zdziarski. So besitzt es beispielsweise einen Zwischenspeicher, der Sätze, Passwörter und Formulardaten enthalten kann, die der Nutzer in den Browser eingetippt hat. Außerdem macht das Handy Screenshots von der Display-Anzeige, bevor das Gerät ausgeschaltet wird und legt diese als kleine Grafiken auf der Festplatte ab. Derartige Daten lassen sich programmseitig auch nicht löschen und bleiben unüblich lang auf dem Handy, so Zdziarski. Das iPhone sei schlimmer, als ein Desktop-Rechner, weil es programmseitig so eingestellt ist, dass die Informationen selten auf die gleiche Speicherstelle geschrieben werden, um die integrierte Festplatte möglicherweise zu schonen. Auf einen PC werden die Daten auf der Festplatte öfter überschrieben als im Speicher des iPhone-Handys und deshalb ließen sich die Daten im iPhone auch wesentlich besser rekonstruieren. Zdziarski zeigt sich verwundert, warum das iPhone-Handy auch gerade bei Gangstern so beliebt ist. Wäre er Gangster oder hätte er etwas zu verbergen, dann würde er lieber ein einfaches Handy mit Prepaid-Karte nutzen wollen, als das Apple-iPhone-Handy. "Ich hoffe, dass Kriminelle das iPhone noch lange verwenden werden, damit es leichter wird, sie zu erwischen", meint Zdziarski dann noch mit einem Schmunzeln.
Rubrik: Handy Modelle
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