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06.11.2005Glasfaser-Netz der Telekom auch für Konkurrenten?
Noch im Oktober hatte Telekom-Chef Kai-Uwe Ricke streitsüchtig argumentiert: Sichert der Gesetzgeber der Telekom nicht zu, seinem Unternehmen in diesem Bereich aus der Regulierung zu befreien, droht die Abwanderung ins Ausland. "Die Telekom hat viele Plätze in der Welt, wo sie investieren kann. Eine falsche Regulierungspolitik wird dazu führen, dass Deutschland keine Datenautobahn bekommt. Dann gehen in der deutschen Telekommunikationsindustrie in den kommenden Jahren mehr Arbeitsplätze verloren als durch den technologischen Fortschritt ohnehin wegfallen." Weiter heißt es in dem Artikel: Kai-Uwe Ricke sei schon vor Wochen bei der designierten Kanzlerin Angela Merkel vorstellig geworden und wäre mit seinem Anliegen auf Wohlwollen gestoßen. Nun befürchten die Telekom-Konkurrenten, dass sich der Bonner Konzern wohl doch noch durchsetzen wird, wenn Ende dieser Woche die Spitzenpolitiker zu abschließenden Beratungen zusammenkommen. Der Präsident des Wettbewerberverbands VATM, Gerd Eickers meint gegenüber der Zeitung: Er befürchtet, dass sich die Telekom im Falle der Nicht-Regulierung weigert, den Konkurrenten auf ihr Netz zu lassen und eigene Produkte mit weit höheren Bandbreiten zum gleichen Preis anbieten wird. Die Telekom plant, bis 2007 drei Milliarden Euro in ein neues Glasfasernetz in 50 deutschen Städten zu investieren. Es soll Bandbreiten bis zu 50 Megabit erreichen. Bis Mitte 2006 sollen bereits zehn Städte angeschlossen sein, darunter Hamburg, Berlin, Köln und Düsseldorf. Rubrik: Alternative Zugänge
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