debitel – TALKLINE – Standorte Stuttgart + Elmshorn werden geschlossen?
Im Mai dieses Jahres hat der Hamburger Internet-Dienstleister die freenet AG, die debitel-Gruppe übernommen. Zu dieser Gruppe gehören Unternehmen wie ‘debitel’, ‘_dug’, ‘Talkline’ oder ‘Callmobile’. Die 1,6 Milliarden Euro umfassende Übernahme könnte für die Mitarbeiter in Stuttgart (debitel) und Elmshorn (TALKLINE) weit reichende Konsequenzen haben, denn diese Standorte werden möglicherweise geschlossen. -DIES- wenigstens berichtet das Nachrichten-Magazin ‘Focus’ in der nächsten Ausgabe.
Im Focus heißt es, freenet-Chef Eckhard Spoerr plane, die Geschäftsfelder nicht nur miteinander zu verschmelzen, sondern auch unter einem einheitlichen Firmen-Label als "Billig-Marke" auftreten zu lassen. Deshalb plane Spoerr, die Standorte der integrierten Gesellschaften ‘debitel’ in Stuttgart und ‘TALKLINE’ in Elmshorn zu schließen. Von der Schließung sollen "viele der 4.200 Beschäftigte" betroffen sein, einigen hätte man angeboten, zur Hamburger Konzernzentrale zu wechseln.
freenet hat zwischenzeitlich auf diese Meldung mit einer Stellungnahme reagiert und es heißt, bisher seien noch keinerlei Entscheidungen hinsichtlich Standortfragen und möglichen Entlassungen getroffen worden. Derzeit sei nur ein gemeinsames Integrationsteam damit beschäftigt, verschiedene Szenarien hinsichtlich Standort und Integration zu analysieren. Die späteren Ergebnisse sollen dann zunächst mit den Arbeitnehmervertretern diskutiert werden.
Die freenet AG selbst plant einen radikalen Umbruch seiner Geschäftskonzepte. Seit langer Zeit ist freenet als DSL-Provider auf dem deutschen Markt und hatte vor rund zwei Jahren den Mobilfunk-Service-Provider ‘mobilcom’ übernommen. Seit dieser Zeit werden nicht nur DSL-Festnetzanschlüsse vermarktet, sondern auch Mobilfunkangebote. Die DSL-Sparte soll aber noch in diesem Jahr verkauft werden, freenet will sich zukünftig ausschließlich auf das Mobilfunkgeschäft konzentrieren.
In der vergangenen Woche hatte es zudem einen Bruch mit dem bisherigen debitel-Chef Oliver Steil gegeben. Noch während der Übernahmeverhandlungen um die debitel-Gruppe hatte es geheißen, Oliver Steil zieht in den freenet-Vorstand ein und wird zukünftig die Bereiche Marketing und Vertrieb eigenverantwortlich übernehmen. Vergangener Woche hieß es dann plötzlich, Oliver Steil ist nicht in den freenet-Vorstand berufen und kurze Zeit später hieß es sogar, Steil legt sein Amt als debitel-Chef mit sofortiger Wirkung nieder und verlässt das Unternehmen. Zeitgleich hieß es, Eckhard Spoerr ist als neuer Chef der debitel berufen.
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