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19.11.2008Nokia - Absatz in Deutschland ging massiv zurück?
Ursache, so die Analyse, sei offenkundig die Nokia-Ankündigung im Januar dieses Jahres, das Produktionswerk in Bochum schließen zu wollen. Die Produktion wurde ab Juni dieses Jahres nach Rumänien verlagert. In Deutschland hatte es nach der Ankündigung einen Aufschrei der Entrüstung gegeben, zumal das Bochumer Werk bis dato gewinnbringend produziert hatte. Selbst Personen des öffentlichen Lebens hatten daraufhin zum Boykott der Nokia-Handys aufgerufen. Mobilfunk-Prepaid: Community-Gespräche schon ab 3 Cent/Minute!
In der Folgezeit hatte Nokia versucht, sich sozial zu zeigen. Zunächst einigten sich Nokia und der Betriebsrat auf einen Sozialplan für die Beschäftigten in Höhe von 200 Millionen Euro. Zusätzlich zahlte Nokia rund 20 Millionen Euro für ein Förderprojekt, um in Bochum neue Firmen anzusiedeln und selbst die Erlöse aus dem Verkauf der Produktionshallen sollten in dieses Projekt einfließen. Das Wirtschaftsmagazin schreibt weiter, Nokia wird damit in Deutschland voraussichtlich rund zwei Millionen Handys weniger absetzen. Während der Absatz in Westeuropa, durch den Boykott der Deutschen insgesamt um zwei Prozent zurückging, konnte Nokia seinen Weltmarktanteil (Stand 30.06.08) auf fast 40 Prozent steigern. Laut Capital muss Nokia durch den Boykott rund 220 Millionen an Umsatzverlust einbüßen.
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