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12.11.2005

Alternative Zugänge

WiMAX-Netze im Aufwind

WiMAX im AufwindNach einem Artikel des Informations-Portals für Telekommunikation, teltarif.de, betreiben von Deutschland bis Guatemala insgesamt dreizehn Netzbetreiber weltweit die ersten WiMAX-Netzwerke. Diese Netzwerke basieren auf die WiMAX-Technologie von Intel und versorgen Privatanwender und Unternehmen mit schnellen Breitband-Zugängen als Alternative zu den üblichen Internet-Breitband-Leitungen wie bespielsweise DSL. Nach teltarif-Informationen werden bis zum Ende des Jahres weitere elf Carrier Intelbasierte WiMAX-Netzwerke aufbauen.

Gerade im asiatischen Raum ist Intel sehr aktiv bei der Hilfe um Aufbau von WiMAX-Netzen. Nachdem die WiBro-Technik in Südkorea einen unverhofften Aufschwung und Popularität erlangt hatte, wollte Intel sich die sprichwörtliche WiMAX-Butter nicht vom Brot nehmen lassen und bietet in Südostasien verstärkt Unterstützung an, drahtlose Internet- und Voice-over-IP-Anschlüsse auf der Basis des WiMAX-Standards auszubauen. Gespräche über Pilotversuche in Malaysia, Thailand und Vietnam, um zum Beispiel Schulen, Krankenhäuser oder landwirtschaftliche Betriebe anzuschließen, wurden bereits geführt. Pilotprojekte in Indonesien und Vietnam erwartet Intel im Verlauf des Jahres 2006.

Auch in Deutschland gibt es bereits einige WiMAX-Netze, wie beispielsweise in Heidelberg, Düsseldorf oder Berlin. In Berlin beispielsweise hatte sich eine Bürgerinitiative aus Pankow dafür stark gemacht, endlich eine Lösung für die dort fehlende Internet-Infrastruktur hinsichtlich Breitband-Zugänge zu finden. Zwar wurde Pankow in den 1990er Jahren durch die Telekom mit Glasfaserleitungen versorgt, bei dieser Technik fehlt aber das Bindeglied zur "letzten Meile" - zum Kupferkabel. Seit Ende Oktober 2005 bietet nun die "Deutsche Breitbanddienste" (kurz DBD) ein WiMAX-Netz für Privathaushalte an.

"Mit den ersten voll funktionsfähigen WiMAX-Netzen profitieren auch Privatanwender und Unternehmen von der einfachen und kostengünstigen drahtlosen Netzwerktechnologie", sagte Scott Richardson, General Manager der Broadband Wireless Division bei Intel. "Jetzt lösen wir unser WiMAX-Versprechen für Haushalte und Unternehmen ein. Ob in der Stadt oder auf dem Land - mit der Hilfe von WiMAX lassen sich Breitband-Anschlüsse schnell und kostengünstig einrichten."

Intel ist einer der maßgeblichen Begründer des WiMAX-Forums, die sich für die Fortentwicklung des Standards IEEE 802.16 einsetzen. WiMAX ist die Abkürzung für Worldwide Interoperability for Microwave Access. Es ist ein neuer Standard (IEEE 802.16e) für regionale Funknetze. Mit theoretisch bis zu 50 km Reichweite und einer Datentransferrate von bis zu 109 Mbit/s (bei 28 MHz Bandbreite) übertrifft WiMAX die derzeit aktuelle WLAN-Technik, die im Außenbereich-Einsatz auf 3 bis 6 km Reichweite kommt. Wie bei WLANs ist bei WiMAX eine Sprachübertragung möglich, z.B. auf der Basis des Internetprotokolls (Voice over IP). Dafür ist ein spezieller Quality of Service (QoS) Modus vorgesehen.



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