Was heißt GSM – GPRS – EDGE – UMTS oder HSDPA

Man hat schon sein Kreuz zu tragen mit den vielen Abkürzungen im Mobilfunkbereich. Immer neue Anwendungsmöglichkeiten, hinsichtlich der Übertragungsarten und Geschwindigkeiten, werden dem Kunden angeboten und vor lauter Standards ist man sich nicht sicher, ob das derzeitige Handy eigentlich noch richtig ist. Deshalb möchten wir Ihnen einen kurzen Gesamtüberblick über die am häufigsten genutzten Mobilfunk-Standards und Übertragungstechniken geben:

Die neusten Informationen zu GSM, UMTS und HSDPA:


GSM:

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GSM ist die Abkürzung für Global Standard for Mobile Communications und das im Mobilfunk derzeit am häufigsten benutztes Protokoll für die Übertragung digitalisierter Informationen, z.B. bei D1 und D2 – Handys.

GSM 900 wird im D-Netz (D1 und D2), GSM 1800 im E-Netz (E-Plus und O2-Germany) verwendet; in den USA wird GSM 1900 benutzt. Der GSM Standard gilt in fast allen Ländern Europas (in Asien PHS und in Nordamerika AMPS). Die Zahlenangabe bei GSM informiert über den benutzten Frequenzbereich.

GSM 900 bedeutet also Frequenzbereiche um 900 MHz (genau: 890 bis 915 MHz beim Senden und 935 bis 960 MHz beim Empfangen), bei GSM 1800 sind die genauen Frequenzen 1710 bis 1785 MHz beim Senden und 1805 bis 1880 MHz beim Empfangen.

GSM ermöglicht nicht nur die Übertragung von Sprache, sondern auch von Textnachrichten ( SMS, Fax) sowie von Daten, was auch die Möglichkeit des Internetzugangs eröffnet (vgl.:WAP). Allerdings sind die Datenübertragungsraten mit maximal 9600 Bit/s relativ gering. GSM sollte ursprünglich von UMTS abgelöst werden UMTS.

GPRS:
GPRS steht für die Abkürzung "General Packet Radio Service" (englisch) und ist ein relativ neuer GSM-Dienst, der einen paketvermittelten Funkzugang für mobile GSM – Benutzer bereitstellt.

Die GPRS-Technologie nutzt dabei die Vorteile der paketorientierten Datenübertragung und der Kanalbündelung. Bei höchstem Datendurchsatz von 21,4 kBit/s pro Kanal ergibt sich bei Bündelung der acht GSM-Kanäle eine maximale Datenübertragungs-Kapazität von 171,2 kBit/s. Aber: Diese Übertragungsrate ist nur ein theoretisch erreichbarer Wert. Praktisch beschränken sich die Netzbetreiber auf 53,6 kBit/s (52,8 kBit/s bei o2).


EDGE:
EDGE steht für die Abkürzung "Enhanced Data-Rates for GSM Evolution" und ist eine Weiterentwicklung des Datendienstes GPRS (General Packet Radio Service). EDGE gilt als letzte Zwischenstufe zum UMTS-Datenfunk. Wie GPRS basiert EDGE auf dem GSM-Funknetz und kann mehrere Datenkanäle bündeln.

Während GPRS in der Theorie maximal 21,4 kBit/s pro Kanal übertragen kann (in der Praxis sind es bislang nur 13,4 kBit/s), soll EDGE Datenraten bis zu 59,2 Kilobit pro Sekunde und Kanal erreichen. Bei acht gebündelten Kanälen ergäbe sich eine Übertragungsrate von 473,6 kBit/s. Das theoretische Maximum von GPRS liegt dagegen bei nur 171,2 kBit/s.

Um den schnellen Datendienst nutzen zu können, braucht es EDGE-fähige Endgeräte und eine angepasste Netz-Infrastruktur. Diese kommt die Netzbetreiber deutlich billiger als ein kompletter Neuaufbau, wie er für UMTS notwendig ist.


UMTS:
UMTS steht für Abkürzung "Universal Mobile Telecommunications System" und ist ein neuer Standard für die mobile Telekommunikation aus dem Jahre 1998. Im Volksmund und in den Medien wird auch oft von dem Mobilfunk-Standard der dritten Generation (3G) gesprochen.

Der hauptsächliche Unterschied zu den anderen Standards ist die deutlich höhere Datenübertragungsrate. Vorgesehen sind Übertragungsraten von 384 KBit/s bis 2 MBit/s für Sprach-, Video- und Datendienste, sowohl leitungs- als auch paketvermittelt für Multimediaanwendungen; Internetdienste über die Funkschnittstelle; einheitliche Luftschnittstelle für schnurlose Telefonie, Mobilfunk und den drahtlosen Ortsanschluss; DUal-Mode/-Bandbetrieb sowie Roaming zwischen GSM und UMTS-Netzen.

UMTS verwendet das CDMA-Verfahren, das nicht mit starren Zeitschlitzen (wie GSM) arbeitet, sondern flexibel überträgt und die Bandbreite an die jeweiligen Erfordernisse anpasst. UMTS soll weltweit gelten, sodass dann ein Handy praktisch in jedem Land der Erde benutzt werden kann.


HSDPA:
HSDPA bedeutet "high speed downlink packet access". Unter dem Stichwort HSDPA sammeln sich Technologien, die die Datenrate künftig deutlich nach oben drücken sollen. Eine Zelle kann statt derzeit einigen Megabit pro Sekunde dann 10, 20 oder gar 50 MBit/s aussenden. Damit werden künftig auch pro Endgerät deutlich mehr als die derzeit üblichen 384 kBit/s (bei UMTS) möglich sein. Alternativ können mehr Handys in einer Zelle versorgt werden.

Anders als bei HSCSD erreicht HSDPA die höhere Geschwindigkeit nicht durch die Bündelung von Kanälen, sondern durch die Verwendung besserer Technologie. Entsprechend ist auch ein Upgrade der Basisstationen erforderlich, wobei es sich in vielen Fällen um ein reines Software-Upgrade handelt.

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0 Kommentare

  1. Anonymous sagt:

    [...] / HSDPA: 7,2 Mbit/s Upload / HSUPA: 1,4 Mbit/s Und wem das alles noch nicht reicht, der findet hier noch weitergehende [...]

  2. [...] Ist LTE nicht verfügbar, dann kann der mobile Internet-Zugang auch mit den anderen Mobilfunk-Standards wie GPRS, UMTS oder HSDPA genutzt werden. [...]

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