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14.12.2005

Alternative Zugänge

DVB-T nun auch im westlichen Niedersachsen

DVB-T nun auch in Lingen und OsnabrückWie bereits gestern im Fernsehen zu sehen und heute in den Print- und Online-Medien zu lesen war, geht der Ausbau des digitalen terrestrischen Fernsehens weiter: Seit heute werden die Bewohner in der Region Lingen und Osnabrück mit DVB-T-Programmen versorgt. Hierbei werden insgesamt 13 öffentlich-rechtliche Fernsehsender auf elf Kanälen übertragen. Insgesamt sind dann mehr als 48 Millionen Bundesbürger (bzw. rund 60 Prozent der Bevölkerung) mit der DVB-T Technik ausgestattet. Leider beteiligen sich die Privatsender wie RTL oder SAT1-Pro7 nicht an diesem Projekt und somit kann es zu nicht unerheblichen Finanzierungslücken kommen.

DVB-T heißt übersetzt: Digital Video Broadcasting-Terrestrial und bietet eine wesentlich bessere Bildqualität sowie den Empfang von wesentlich mehr Fernsehsendern über die normale Dachantenne. Allerdings können sich nun auch die letzten Technik-Muffel nicht mehr der neuen Zeit verschließen, denn ein "normaler" Fernsehempfang wird zukünftig nicht mehr möglich sein. Jeder im Versorgungsgebiet ist gezwungen, sich zu mindestens eine sogenannte Set-Top-Box zu kaufen. Der normale Empfang wird nach einer gewissen Einführungsphase abgeschaltet.

DVB-T bringt nicht nur einen besseren Fernsehempfang, sondern bietet auch weitreichende Möglichkeiten für die Telekommunikation zum Internet: Auf der Internationalen Funkausstellung (IFA) in Berlin zeigte die Teles skyDSL GmbH mit dem "Super HotSpot" einen Prototypen, mit dem zukünftig auch schnelle Internet-Zugänge über die Plattform des digitalen Antennenfernsehens DVB-T möglich werden. Die Downloadgeschwindigkeit sollen bei dem terrestrischen DVB-T-Kanal bei bis zu 16 MBit/s liegen. Die Daten werden dabei aus dem Internet über eine Mobilfunkverbindung angefordert. Benötigt wird dazu neben einer UMTS/GPRS-Mobilfunkkarte, ein USB-Stick für den digitalen TV-Empfang und die spezielle skyDVB-T-Software. Um die Markteinführung zu realisieren, laufen bereits Verhandlungen mit den Landesmedienanstalten in Berlin, Hamburg und München.



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