
Das "
Informationszentrum Mobilfunk" berichtet über eine
Teilstudie von britischen Wissenschaftlern, die nach einem Zusammenhang zwischen der
Handy-Nutzung und ein erhöhtes Krebsrisiko geforscht haben. Hiernach haben die Wissenschaftler keinen Beweis für einen Zusammenhang zwischen der Nutzung von Mobiltelefonen und dem Auftreten der häufigsten Hirntumorart, den Glimomen, gefunden.
Diese Studie gilt als bisher größte Teilstudie des Internationalen Interphone-Projektes zum Thema "Gefahr von Gehirntumoren durch Mobilfunk", die den Zusammenhang zwischen Handynutzung und dem Risiko von Hirntumorerkrankungen erforscht. Mehr als 7.000 Patienten mit einem Gliom, Meningeom oder Akustikusneurinom sollen weltweit befragt werden, dazu die doppelte Anzahl nicht erkrankter Personen. Teams aus 13 Ländern gehen dabei nach einem gemeinsam verfassten Studienprotokoll vor und ermöglichen somit eine unmittelbare Vergleichbarkeit der Ergebnisse. Neben Deutschland sind die skandinavischen Länder, Großbritannien, Frankreich, Italien, Israel, Australien, Neuseeland, Japan und Kanada beteiligt.
In der von den Briten durchgeführten Studie befragten die Wissenschaftler im Zeitraum von Dezember 2000 bis Februar 2004 insgesamt 966 Patienten, bei denen ein Gehirntumor aus der Gruppe der Gliome diagnostiziert worden war. Das von den Patienten angegebene Telefonverhalten wurde mit dem Telefonverhalten von insgesamt 1716 gesunden Kontrollpersonen verglichen, wobei dann kein kausaler Zusammenhang erkennbar war. Demnach soll auch ein verstärkter, langjähriger Einsatz der Handys zu keinem Anstieg eines möglichen Risikos führen.
Die aktuelle Studie wurde von den Universitäten Leeds, Manchester und Nottingham in Zusammenarbeit mit dem Institute of Cancer Research durchgeführt. Sie erfasste nicht nur eine hohe Zahl an Tumor-Patienten, sondern auch besonders viele Langzeitnutzer. Die gewonnenen Resultate stimmen mit früheren Erkenntnissen der Wissenschaftler überein. Allerdings konnte bisher keine vorherige Studie auf so viele Probanden zurückgreifen.
Insgesamt urteilen die Wissenschaftler, dass sowohl die erkrankten Patienten als auch die gesunden Probanden das Risiko einer Handy-Nutzung falsch einschätzen. Patienten mit Hirntumoren, die den Tumorort kennen und nach ihrer Handynutzung befragt werden, können die Ursache für die Erkrankung auf den Handygebrauch zurückführen. Dies führt zu einer systematischen Überschätzung des Risikos sowohl für die kranken Patienten als auch den gesunden Kontroll-Probanden.
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Rubrik: Handy Tarife