Artikel drucken06.12.2007 |
Provider konfigurieren zukünftig Ihren DSL-Anschluss? |
Für jemand, der sich mit Computern und Netzwerktechniken auskennt ist es unvorstellbar, dass Menschen bei der Einrichtung eines DSL-, VoIP- oder Video on Demand - Anschlusses Probleme haben könnten und doch handelt es sich bei den "Unwissenden" um die Mehrheit aller Endverbraucher. Provider haben diese Problematik erkannt und bieten auch Software, die weitgehend die Konfiguration eines Breitband-Internet-Anschlusses übernehmen, doch die große Hemmschwelle beim Endverbraucher bleibt. Mehr und mehr werden dem Breitbandkunden dieses Hemmnisse aber genommen, denn "Fernsteuerung" heißt das Zauberwort. Das so genannte "DSL-Forum", ein Zusammenschluss aus Netzbetreiber, Provider und Hardware-Hersteller, hat die dazu notwendige DSL-Technik nämlich schon seit einigen Jahren um eine Fernkonfiguration erweitert. Von den Initiatoren ist angedacht, dass der Kunde nach Einstöpseln der Verbindungskabel quasi ohne sein Zutun über die bestellten Zugangstechniken verfügt und sofort lossurfen kann. Hier finden Sie DSL-und VoIP-Komplett-Pakete im VergleichDie vom DSL-Forum entwickelte DSL-Fernkonfiguration wurde bereits im Mai 2004 unter dem Namen "Technical Report 069 (TR-069) verabschiedet und wird auch bereits von einigen Providern (speziell) für Sonderdienste und Techniken eingesetzt. TR-069 beschreibt, wie Konfigurationsdaten von einem Auto Configuration Server (ACS) über einen Breitband-Anschluss in ein Teilnehmergerät übertragen werden. Ein DSL-Provider kann so mit einem Auto Configuration Server (ACS herstellerübergreifend alle Breitband-Router von AVM bis Zyxel in seinem Netz mit denselben Verfahren und Methoden konfigurieren und überwachen; prinzipiell lassen sich nahezu alle Router-Funktionen aus der Ferne einstellen. Seit Mitte 2006 bieten einzelne DSL-Provider schon eine vereinfachte Einrichtung für den Internet-Zugang und die IP-Telefonie. Bei manchen Providern wird per TR-069 aber nur die IP-Telefonie eingerichtet, wobei der Kunde die Konfiguration durch Eingabe einer PIN per Telefontastatur einleitet. Die Deutsche Telekom beispielsweise nutzt diese Technik, um die neuen Breitbanddienste "VDSL" automatisch für den Kunden zu konfigurieren. TR-069 ist allerdings bei Datenschützern umstritten. Kritiker warnen, dass beispielsweise Ermittlungsbehörden so einen legitimen Weg bekommen könnten, in die Privatsphäre des Endkunden einzugreifen. Beitrag aus der Rubrik Sonstige Meldungen Artikel von http://www.dsltarife.net/
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