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MSP-Holding hält jetzt 20,05 Prozent an freenet



MSP-Holding hält jetzt 20,05 Prozent an freenetMSP Holding GmbH, ein Joint Venture zwischen der Drillisch AG und der United-Internet AG, an dem beide Unternehmen jeweils 50 Prozent halten, hat sein Aktienpaket an dem Hamburger Internet-Dienstleister, die freenet AG auf insgesamt 20,05 Prozent angehoben. -DIES- geht aus einer Meldung der Nachrichtenagentur "Reuters" hervor. Von der Kaufoption, die die Drillisch AG an den Aktien des freenet-Großaktionärs VATAS hat, wurde bisher allerdings noch kein Gebrauch gemacht.

Auch die Beteiligungsgesellschaft VATAS, die bis dato ein Aktienpaket von gut 18 Prozent an die freenet-AG besaß, hat weitere Aktienanteile hinzu gekauft und nimmt seit Ende November mit 22,1 Prozent Einfluss auf den Hamburger Internet-Dienstleister. Drillisch-Chef Pascalis Choulidis hatte zuletzt erklärt, er würde zunächst keinen Gebrauch von seinem Vorkaufsrecht an den VATAS-Anteilen machen wollen.

Die Gesamtfinanzierung zur Übernahme des freenet-Unternehmens scheint gar nicht so einfach zu sein und entsprechend vorsichtig taktieren die Investoren Drillisch, United-Internet und VATAS. "Es gebe keine Absprachen mit VATAS" versichert Choulidis gegenüber der Nachrichtenagentur und wenn es dazu käme, würde nach dem deutschen Recht ein Übernahmeangebot an die übrigen freenet-Aktionäre fällig werden.

Hier finden Sie DSL-und VoIP-Komplett-Pakete im VergleichVor allem Drillisch-Chef Pascalis Choulidis ist die treibende Kraft um die Zerschlagung des freenet-Unternehmens, denn es locken strategische Profitgeschäfte aus den Verlustvorträgen der freenet-Mobilfunk-Sparte (ehemalig) mobilcom. mobilcom hatte im Jahre 2000 eine UMTS-Lizenz für mehr als acht Milliarden Euro erworben und sich damit fast in den Ruin getrieben, weil der Großaktionär, die France-Telecom sich seinerzeit zurückgezogen hatte und damit kein eigenes UMTS-Netz aufgebaut werden konnte. Buchmäßig können diese Kosten teilweise noch als Verlustvorträge geltend gemacht werden, allerdings nur bis Ende 2007. Wenn bis dahin eine Übernahme nicht geklappt hat, würde die Investition keinen Sinn mehr machen, hieß es zwischenzeitlich auch schon von den Konzernen.

Allgemein heißt es in den vergangenen Medienmeldungen, die Drillisch-AG wolle nach Aufspaltung der freenet-AG mit der Mobilfunksparte (ehemalig mobilcom) verschmelzen, die United-Internet bekäme die DSL-Festnetzsparte und die übrigen Teile wie Webhosting (Strato) oder die Dienstleistungssparte Next-ID sollten mit dem Verkauf als Teilfinanzierung dienen.

freenet-Chef Eckard Spoerr wird indes zum Spielball der Kaufinteressenten und fordert diese auf, möglichst schnell Stellung dazu zu nehmen, was sie letztendlich mit der freenet-AG vorhaben. So hieß es in einem Aktionärbrief: "Wir wollen daher bis zum Jahresende Klarheit haben, ob und in welcher Form es eine strategische Neuausrichtung des Unternehmens geben wird." Wie es weiter geht, wissen allerdings nur die Strategen hinter den Kulissen. Offiziell hat die United-Internet die Verhandlungen mit der freenet-AG abgebrochen, andererseits hat sie sich mit 20 Prozent bei dem Berliner Netzbetreiber Versatel eingekauft und schließ eine Erhöhung der Anteile nicht aus.


Beitrag aus der Rubrik Provider News



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