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Handys während Wartezeiten zum Lernen nutzen



Handys während Wartezeiten zum Lernen nutzenSchon seit Jahren bieten Unternehmen, Schulen, Fachhochschulen, Universitäten oder auch andere Dienstleister die Möglichkeit an, sich Wissen mittels eines Personalscomputers aneignen zu können. Dabei werden die Lerninhalte teilweise auf CDs, teilweise aber auch über interaktive Internet-Portale angeboten. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man diese Form des Lernens "eLearning".

Konnte sich das "eLearning" bisher nur auf Personalcomputer durchsetzen, so soll diese Form des Lernens nun auch auf Mobilfunkgeräte ausgeweitet werden. Hierzu stellen Forscher der Fraunhofer-Einrichtung für Systeme der Kommunikationstechnik ESK aus München, auf der in Karlsruhe stattfindenden Messe "LearnTec" vom 29. bis 31.Januar 2008, ein neues System vor.

"Wartezeiten an der Bushaltestelle, in der S-Bahn oder am Flughafen lassen sich mit "Mobile-Learning" gut als Lernpause nutzen", heißt es von der Fraunhofer Gesellschaft. Als Beispiel nennt das Institut den reisenden Mitarbeiter aus China, der sich auf dem Weg zum Flughafen noch ein Lern-Video zum Hotel-Check-IN ansieht.

Mobilfunk-Prepaid-Tarife schon ab 5 Cent/Minute in alle Netze!Voraussetzung für die Bereitstellung solcher Inhalte auf Mobilfunkgeräte ist aber, die komplexe Infrastruktur in diesem Bereich in den Griff zu bekommen. "Während E-Learning am PC recht gut funktioniert, gib es für die mobile Variante bisher nur viele Einzellösungen, alle von unterschiedlichen Anbietern. Will man umfassenden Service anbieten, erhält man ein komplexes Flickwerk, das nur mit viel Aufwand zu administrieren ist", meint Stiller. So muss einerseits der Administrator des Diensteanbieters verschiedene Dienste-Server unterhalten, wie beispielsweise SMS, MMS, Instant Messaging oder Video-Streaming, andererseits muss der Anwender sein Mobilfunkgerät noch mit entsprechender Software ausstatten und konfigurieren und -DAS- ist für Laien nicht immer einfach.

"Wir arbeiten an einem Gesamtsystem - also einer Art Baukastensystem, bei dem man SMS, MMS, Mobile Instant Messaging und Videostreams je nach Lerninhalt problemlos mischen kann", so Stiller weiter. Möchte beispielsweise der Mitarbeiter sich für Unterwegs noch bestimmte Inhalte erarbeiten, so legt der Anwender sein Handy einfach neben einem (dafür) ausgewiesenen PC und mittels Bluetooth- oder Infrarot-Schnittstelle werden sowohl die richtige Handy-Software als auch das Lernprogramm übertragen.

Die Wissenschaftler arbeiten aber noch an einem weiteren Modul: Zukünftig soll der Anwender beispielsweise mit dem Befehl "ortssensitiver Vokabeltrainer" nützliche Vokabeln aus seinem jeweiligen Umfeld lernen können. Per GPS erhält das Handy die Information, ob sich der Anwender am Flughafen, im Hotel oder am Taxistand befindet, und zeigt entsprechende Vokabeln in der gewünschten Sprache an. So bekommt das Lernen nebenbei auch noch einen spielerischen Charakter.

Quelle: idw (Link: http://idw-online.de/pages/de/news242084)


Beitrag aus der Rubrik Handy Tarife



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