Artikel drucken21.01.2008 |
Handys verursachen 'Kommunikationsdefizite' bei Teenagern? |
Wohl eines der ersten Assoziationen, die viele Menschen mit dem Handy in Verbindung bringen, sind Jugendliche, die man heute immer und überall mit den kleinen Kommunikatorn auf der Straße, im Restaurant oder auch in der Wohnung sieht. Die französische Nachrichtenagentur 'Agence France-Presse' (AFP) berichtet jetzt über eine Japanische Studie, die eine beunruhigende Entwicklung unter Jugendlichen hinsichtlich ihrer Kommunikation aufzeigt. Es heißt, eine Umfrage der japanischen Regierung hätte kürzlich ergeben, dass bereits ein Drittel aller Grundschüler in Japan ein Handy nutzen. In weitergehenden Schulen besitzen bereits 96 Prozent aller Schüler ein Handy, wobei Mädchen rund 124 Minuten und Jungen rund 92 Minuten pro Tag damit verbringen, über ihr Handy zu kommunizieren. Schwerpunktmäßig nutzen sie dabei das Mobilfunktelefon, um zu plaudern, SMS zu versenden, Bücher zu lesen, Musik zu hören oder im Internet zu surfen. Mobilfunk-Prepaid-Tarife schon ab 5 Cent/Minute in alle Netze!Eine Studie unter 1.600 japanischen Mittelschülern habe ergeben, so die AFP, dass viele der Befragten Schüler sich ohne ihr Handy sehr unsicher fühlen und teilweise schon Krankheiten vorgaukeln, wenn sie einmal ihr Handy vergessen haben, um dann früher nach Hause gehen zu können. Auf die Frage, was ihnen nach ihrem Leben am wichtigsten ist, antworteten viele Schüler "Mein Handy". Sie kommunizieren sogar während sie essen oder fernsehen, so die Studie. Rund 60 Prozent aller Mittelschüler im Alter um 14 Jahre gaben an, ein Mobilfunktelefon dabei zu haben; fast jeder zweite verschickt pro Tag 20 E-Mails oder mehr. Es heißt, viele der Jugendlichen fühlen sich einfach sicherer in ihrer Kommunikation, wenn sie ihren Gesprächspartnern nicht als reale Person gegenübertreten müssten. Als Beispiel wird ein 18-jähriger Schüler zitiert der meint: "Es gibt Leute, mit denen ich nicht spreche, selbst wenn ich sie in der Schule sehe. Wir tauschen nur E-Mails aus. Ich schätze, uns verbindet nur ein Apparat." Je mehr das Handy das Leben der Jugendlichen bestimmt, je größer werden auch die Gefahren, meint Studienleiter, Pädagogikprofessor Tetsuro Saito. Es zeigt sich, dass viele Jugendliche ihr Handy nutzen, um andere Mitschüler zu schikanieren oder zu mobben. Als Beispiels wurde eine vermeintliche Freundin einer 15-jährigen Schülerin genannt, die anonyme SMS mit den Worten verschickt hatte "Du stinkst" oder "Stirb" und sich in dieser Kommunikation auch noch gut fühlte. Es lauern aber noch ganz andere Gefahren in Zusammenhang mit den digitalen Kommunikatoren: Es heißt, Schüler würden durch die vermeintliche Anonymität wesentlich mehr persönliche Informationen preisgeben als unter normalen Umständen und wären somit wesentlich anfälliger für Pädophile oder Betrüger. Nur noch ein Prozent der jugendlichen Nutzer hätten noch eine eingebaute Sperre für mögliche zwielichtige Seiten. Quelle: AFP (Link: http://afp.google.com/article/ALeqM5hB2Rxmhxw7IniUbo_Y5bncyMlEmQ) Beitrag aus der Rubrik Handy Tarife Artikel von http://www.dsltarife.net/
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