Artikel drucken14.02.2008 |
"M-PESA" – Die Erfolgsstory aus Kenia |
Seit gut einem Jahr entwickelt sich im afrikanischen Staat 'Kenia' ein mobiles Zahlungssystem namens "M-PESA". M-PESA ist ein Dienst vom kenianischen Mobilfunk-Netzbetreiber 'Safaricom', der dem Kunden in Kenia ermöglicht, Geldbeträge per SMS an beliebige Mobilfunknutzer im ganzen Land und darüber hinaus zu senden. Die Safaricom bietet seinen Kunden dabei jeweils ein Guthabenkonto an, das insgesamt als Treuhandkonto verwaltet wird. Über dieses Konto können Safaricom-Kunden Gelder von einem Kundenkonto zum anderen Kundenkonto transferieren, und zwar einfach mit einer SMS. Anlaufstellen für das tatsächliche Geld sind Tankstellen, kleinere Geschäfte oder andere Händler, die einfach als so genannte "Agenten", umfunktioniert wurden, das Geld annehmen und einzahlen oder abheben und auszahlen. Mobilfunk-Prepaid: Community-Gespräche schon ab 3 Cent/Minute!Durch die schlechte Infrastruktur in Kenia gibt es nur in Ballungsgebieten Banken und viele mussten in der Vergangenheit schon Tagesreisen auf sich nehmen, um Bankgeschäfte zu tätigen. Durch die drahtlose mobile Kommunikation gibt es jetzt selbst in den entlegensten Orten Handys und mit "M-PESA" auch die Möglichkeit, Gelder schnell zu transferieren, selbst wenn der Empfänger kein Bankkonto hat. "Wir verleihen kein Geld und es gibt auch keine Zinsen; das Geld liegt bei uns nur auf ein Treuhandkonto", meint Michael Joseph, Chef des kenianischen Mobilfunk-Netzbetreibers "Safaricom". Es fallen auch keine Grundgebühren für das Konto an; lediglich für die Anweisung einer Geldsumme werden gut 50 Euro-Cent verlangt, die sich Sender um Empfänger teilen. Über M-PESA werden täglich bereits über eine Million Euro transferiert. Der durchschnittliche Wert einer Transaktion liegt bei 2500 Kenianischen Schilling, das sind umgerechnet gut 26 Euro. Kein anderes Unternehmen bietet in Kenia einen vergleichbaren Dienst an. Die Nachfrage aber ist derart groß, dass sich in manchen Fällen Kundenschlangen von bis zu drei Kilometer Länge gebildet haben. Innerhalb der ersten neun Monate hat die Safaricom so über eine Million Neukunden akquirieren können. Beitrag aus der Rubrik Sonstige Meldungen Artikel von http://www.dsltarife.net/
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